Bienenbütteler Bauausschuss diskutiert Haushalt 2021 und Investitionen der Gemeinde

Erst mal kein Anbau für die Feuerwehr in Bienenbüttel

Die Feuerwehr in Bienenbüttel hat einen Neubau beantragt, in dem ein sogenannter „Schwarz-weiß-Bereich“ geschaffen werden soll, um kontaminierte Kleidung richtig zu entsorgen. Der Bauausschuss lehnte den Antrag ab.
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Die Feuerwehr in Bienenbüttel hat einen Neubau beantragt, in dem ein sogenannter „Schwarz-weiß-Bereich“ geschaffen werden soll, um kontaminierte Kleidung richtig zu entsorgen. Der Bauausschuss lehnte den Antrag ab.

Bienenbüttel – Der Bau- und Umweltausschuss Bienenbüttel traf sich zu seiner jüngsten Sitzung zur Beratung des Haushaltes 2021.

Inga Heitmann, verantwortliche Sachbearbeiterin des Bereiches Bauen, Umwelt und Gebäudemanagement, stellte den Ausschussmitgliedern die Anträge und geplanten Investitionsmaßnahmen vor.

Investitionen bei der Feuerwehr

Die Feuerwehr Bienenbüttel stellte den Antrag, ein neues Schließsystem im Feuerwehrhaus zu installieren. In speziellen Räumen wie der Küche, Umkleide, Kleiderkammer und Büro seien die veralteten Transponder nicht mehr zu programmieren oder auszubauen. Ein kompletter Austausch aller Schließzylinder würde die Gemeinde rund 50 000 Euro kosten. Würden nur die problematischen Teilbereiche erneuert, müsste die Gemeinde rund 5000 Euro zahlen. Der Ausschuss entschied, dass nur zwingend erforderliche Bereiche erneuert werden sollten.

Erneut und dauerhaft vom Ausschuss abgelehnt wurde ein neues elektrisches Tor für die Einsatzausfahrt am Gerätehaus. Die Begründung: Ein elektrisches Tor könnte aufgrund der empfindlichen Elektronik hohe Folgekosten nach sich ziehen. Die Kosten hierfür hätten bei 25 000 Euro gelegen.

Die Schlaglöcher der gepachteten Parkplatzflächen wurden in diesem Jahr noch provisorisch aufgefüllt. Im kommenden Jahr soll die Entwässerung sowie der Platz selbst erneuert werden. Dafür wurde schon im Haushaltsjahr 2020 eine Summe in Höhe von 65 000 Euro veranschlagt. Aufrund ungeklärter Zufahrtsrechte – die Gemeinde ist nicht Eigentümer der gesamten Fläche – sollen die Maßnahmen 2021 umgesetzt werden.

Kein Anbau für „Schwarz-weiß-Bereich“

Die Feuerwehr Bienenbüttel reichte den Antrag auf einen Anbau ein, in dem ein sogenannter „Schwarz-weiß-Bereich“ geschaffen werden soll. Dieser ist notwendig, um beispielsweise durch Giftstoffe kontaminierte Kleidung von „sauberer“ Kleidung zu trennen. Die Verwaltung betonte, dass ohne ein vorliegendes Hygienekonzept eine Planung für einen solchen Anbau nicht durchgeführt werden könne. „Nach Vorlage eines neuen Hygienekonzeptes, das für alle Wehren in der Gemeinde greift, sollte das Thema Neubau erneut in die Haushaltsberatungen aufgenommen werden“, so Heitmann.

Investitionen beim DRK-Kindergarten

Der Kindergarten des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) bekommt einen neuen Müllunterstand. Für diesen waren schon im Haushalt 2018 7000 Euro im Haushalt veranschlagt worden. Durch allgemeine Preissteigerungen ist diese Summe auf 7500 Euro gestiegen. Der Ausschuss verständigte sich darauf, eine bauliche Lösung für den Unterstand zu finden, die beispielsweise das zusätzliche Abstellen von Fahrrädern ermöglicht.

Zu Diskussionen führte der Neubau der Matschanlage. Die alte Anlage ist bereits in diesem Jahr abgetragen worden. Doch ob eine neue Anlage wirklich gebaut wird und wie diese aussehen könnte, ist noch offen. So warf Diana Wendt-Dittmer von der Kommunalpolitischen Alternative (KA) die Frage auf, ob eine solche Anlage nicht eine Vergeudung von kostbarem Trinkwasser sei. Nun soll vorab geklärt werden, ob eine solche Anlage auch mit Regenwasser betrieben werden könnte.

Die Kinder dürfen sich außerdem auf eine neue Wippe für den Außenbereich freuen. Hierfür wurden 1000 Euro veranschlagt. Für ein neues Garten- und Spielzeughaus wurden 2000 Euro bewilligt. In zwei Gruppenräumen des DRK-Kindergartens sollen Bodenbeläge und Fußleisten erneuert werden. Die genauen Kosten stehen nach der Ausschreibung fest. In den Haushalt werden dafür 15 500 Euro eingestellt. Eine Prüfung des Spielplatzes an der Heinrichstraße ergab, dass die Seilbahn dringend erneuert werden muss. Hierfür wurden noch einmal 4000 Euro veranschlagt.

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