Ortsvorsteher fordert Ursachenforschung

Neuer Spielplatz in Steddorf: Eröffnung fiel ins Wasser

Eigentlich scheint alles bereitet zu sein, damit Kinder hier spielen können. Doch der neue Spielplatz am Baugebiet Wellbruch II in Steddorf wartet noch auf seine Eröffnung. Foto:
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Eigentlich scheint alles bereitet zu sein, damit Kinder hier spielen können. Doch der neue Spielplatz am Baugebiet Wellbruch II in Steddorf wartet noch auf seine Eröffnung.
  • Florian Beye
    vonFlorian Beye
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Der Rasen strahlt in saftigem Grün. Ein Kletterturm mit Rutsche, ein Karussell, eine Schaukel und mehrere kleine Geräte laden zum Spielen ein. Eigentlich scheint alles bereitet für die Kinder auf dem neuen Spielplatz am Baugebiet Wellbruch II in Steddorf.

Steddorf – Wäre da nicht die rot-weiße Absperrbake, die den Eingang zum Spielplatz versperrt.

Vor Kurzem sollte das Areal eingeweiht werden, natürlich corona-konform ohne große Menschenmengen. Doch der Termin fiel buchstäblich ins Wasser. Nach einigen Niederschlägen an den Tagen zuvor standen hohe Pfützen auf dem Spielplatz. „Das passt nicht, der Boden dort nimmt eigentlich gut Wasser auf“, sagt Andreas Meyer im AZ-Gespräch. Seiner Meinung nach habe es nicht so sehr geregnet, dass es diese Pfützen erklären würde, moniert der Ortsvorsteher Steddorfs.

Eröffnung rechtzeitig zum Frühling?

Er sei kein Fan von Spekulationen, betont Meyer. Er wünscht sich daher eine Ursachenforschung. „Ich will wissen, wieso der Spielplatz derart unter Wasser stand.“ Anfang des Monats will er mit der Gemeinde darüber ins Gespräch kommen. Im Winter mache es sich nicht so stark bemerkbar, dass der Spielplatz noch nicht eröffnet ist, weil „jetzt eh weniger draußen gespielt wird“, erklärt der Steddorfer. Aber: „Spätestens im Frühling sollte der Spielplatz für alle nutzbar sein.“

Den gewählten Standort hält der Ortsvorsteher weiterhin für genau richtig. Zwischen Neubaugebiet und altem Dorfkern gelegen, könnte der Spielplatz eine gute Begegnungsstätte für Familien aus beiden Ortsteilen sein. Bald könnten dann auch die Kinder aus dem Baugebiet Kuhlfeld, das aktuell gegenüber vom Wellbruch II entsteht, dort spielen. „Wir haben uns schon immer als ein Dorf gesehen, aber der Spielplatz wird weiter zum harmonischen Zusammenleben beitragen“, ist Meyer überzeugt.

36 000 Euro hat sich die Gemeinde den Spielplatz kosten lassen. Mit der Ausstattung und Qualität zeigen sich die Verantwortlichen zufrieden. „Leider hat Corona die Lieferketten erheblich verzögert. Gerne wären wir schon im Sommer fertig gewesen“, erklärt Bürgermeister Dr. Merlin Franke auf eine AZ-Anfrage vor dem eigentlich geplanten Eröffnungstermin.

Die Steddorfer Anwohner seien bei der Gestaltung des Spielplatzes beteiligt worden und hätten sich sehr gut eingebracht, berichtet Merlin Franke und fügt hinzu: „Das hat Spaß gemacht.“ Er weist zudem darauf hin, dass im Baugebiet Kuhlfeld noch mindestens zwei Spielbereiche für kleinere Kinder geplant sind, damit diese nicht die viel befahrene Hauptstraße überqueren müssen.

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