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Todesermittlungen in Bargdorf: Staatsanwaltschaft hat Obduktionen beantragt

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Von: Lars Becker

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Nach dem tödlichen Nachbarschafts-Drama in Bargdorf sollen die drei Toten nun obduziert werden.
Nach dem tödlichen Nachbarschafts-Drama in Bargdorf sollen die drei Toten nun obduziert werden. © dpa/Philipp Schulze

Bienenbüttel-Bargdorf – Die Staatsanwaltschaft Lüneburg hat gestern im Fall des tödlichen Nachbarschafts-Dramas vom vergangenen Freitag in Bienenbüttel-Bargdorf beim Amtsgericht Lüneburg Obduktionsanträge für die Leichen des erschossenen Ehepaares (62/61) sowie des mutmaßlichen Schützen (85) gestellt.

Diese AZ-Information bestätigte Jan Christoph Hillmer, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft. Die Behörde hat – wie üblich – inzwischen die Pressehoheit von der Polizei übernommen. .

„Ziel ist es, die Todesumstände so umfänglich wie möglich aufzuklären“, sagte Hillmer auf die Frage, warum die Ermittlungsbehörde sich trotz der vermeintlich eindeutigen Spurenanlage dazu entschlossen habe, die drei Leichenöffnungen zu beantragen. Ein gerichtlicher Beschluss dazu sei zwingend Voraussetzung für eine Obduktion. Dieser werde immer am Ermittlungsrichter-Sitz und damit in Lüneburg gestellt, auch wenn sich der Tatort im konkreten Fall in der ehemaligen Ferienhaussiedlung Röpers Heide in Bargdorf und damit im Landkreis Uelzen befinde, so Hillmer, der ergänzte: „Es ist damit zu rechnen, dass die Obduktionsbeschlüsse in diesem Fall auch erlassen werden.“

Obduktionen soll weitere Erkenntnisse zu Tage fördern

Ob die Obduktionen der drei Toten dann in der Rechtsmedizin in Hamburg, die in Bargdorf vor Ort war, oder aber auch in Hannover durchgeführt werden, werde sich entscheiden, sobald das Amtsgericht entschieden habe. Die Staatsanwaltschaft erhält laut Hillmer zunächst mündliche Untersuchungsergebnisse, bis zum Eingang der schriftlichen Gutachten könnten Tage oder wenige Wochen vergehen.

Derweil dauern die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft zur Motivlage des 85-Jährigen an, so Jan Christoph Hillmer. Zu klären seien außerdem noch die Hintergründe der Waffensammlung des Mannes.

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