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Einheitsgemeinde begrüßt ihren 7000. Einwohner

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Von: Jannis Wiepcke

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Ernst Christian Quade mit der Gemeindechronik
Für Ernst Christian Quade hat sich das Timing beim Umzug ausgezahlt: Er bekam ein kleines Präsent und die Bienenbütteler Gemeindechronik geschenkt. © Privat

Ernst Christian Quade hat etwas Besonderes geschafft: Er ist der 7000. Einwohner der Gemeinde Bienenbüttel. Darüber freut sich auch die Verwaltung, belegt die Entwicklung doch, dass die Siedlungsentwicklung funktioniert

 

Bienenbüttel - Ein Prestigeerfolg für die Siedlungsentwicklungspolitik: Die Bienenbütteler Verwaltung sagte am Donnerstag einmal mehr „herzlich willkommen“ und begrüßte Ernst Christian Quade feierlich als 7000. Einwohner der Einheitsgemeinde. Bis zum gestrigen Montag ist die Zahl laut dem Einwohnermeldeamt auf 7003 gestiegen – ein vorzeitiges Ende des Wachstums soll ihren Angaben zufolge nicht in Sicht sein. Über diesen Umstand dürfte sich die Verwaltung besonders freuen.

Im Fall von Ernst Christian Quade profitiert die Gemeinde Bienenbüttel davon, dass sie für Pendler ein attraktiver Wohnort ist. Der Neuankömmling arbeitet in Lüneburg und ist nach Bienenbüttel gezogen, weil ihm die Gemeinschaft dort „mehr zusagt als das reine Stadtleben“. Das gute Timing hat sich für ihn gelohnt: Für das Erreichen des Einwohner-Meilensteins bekam Quade von der Gemeinde ein kleines Präsent und die Bienenbütteler Gemeindechronik überreicht.

Die Siedlungsentwicklung ist ein viel diskutiertes Thema in der Gemeinde Bienenbüttel. In der Vergangenheit hatte der Gemeinderat mehrheitlich einem Entwicklungskonzept zugestimmt, dass die Schaffung von 70 neuen Wohneinheiten pro Jahr bis 2030 vorsieht. Bis 2025 soll so eine Einwohnerzahl von 7500 erreicht werden, 2030 sollen es dann bereits um die 8000 Einwohner sein. Erklärtes Ziel der Maßnahme ist es, die finanzielle Eigenständigkeit der Gemeinde Bienenbüttel langfristig zu sichern. Mit den Gewinnen aus dem Baulandverkauf sollen die laufenden Kosten gedeckt und das Haushaltsdefizit getilgt werden, zudem soll eine höhere Einwohnerzahl die Gemeinde für Unternehmen attraktiver machen. Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die seit langer Zeit geforderte Ansiedlung eines Drogeriegeschäftes in Bienenbüttel, die bisher auch an der zu niedrigen Einwohnerzahl der Gemeinde scheiterte.

Unumstritten ist der beschlossene Weg der Siedlungsentwicklung jedoch nicht – regelmäßig wird die Frage gestellt, inwieweit neue Baugebiete wirklich nötig sind. Bei den diesjährigen Haushaltsberatungen der Gemeinde äußerten unter anderem die Grünen- und die SPD-Fraktion Kritik und prognostizierten Probleme beim notwendigen Ankauf von Bauflächen. Zudem gab es immer wieder Bedenken, dass die Anzahl der Wohneinheiten, die in jedem Jahr neu geschaffen werden sollen, zu hoch angesetzt sei. Die Gemeinde solle ihrer Meinung nach lieber langsam und moderat als zu schnell und unkontrolliert wachsen.

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