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Mehrzweckhalle Bienenbüttel: Eine Million reicht nicht

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Von: Gerhard Sternitzke

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So stellten sich Architekturstudenten der Hochschule Wismar die Bienenbütteler Mehrzweckhalle vor. Jetzt beschäftigen sich noch einmal Studenten mit dem Großprojekt. Eine Million Euro hat bereits das Sozialministerium zugesagt. Archivfoto: Hochschule Wismar
So stellten sich Architekturstudenten der Hochschule Wismar die Bienenbütteler Mehrzweckhalle vor. Jetzt beschäftigen sich noch einmal Studenten mit dem Großprojekt. Eine Million Euro hat bereits das Sozialministerium zugesagt. © Archiv / Hochschule Wismar

Bienenbüttel. Ein lang gehegter Traum rückt seiner Verwirklichung einen wichtigen Schritt näher: Wie das niedersächsische Sozialministerium mitteilt, erhält die Gemeinde Bienenbüttel in diesem Jahr eine Million Euro für den Bau einer neuen Mehrzweckhalle anstelle der in die Jahre gekommenen Ilmenauhalle.

Die Mittel für den Neubau, den Abriss der alten Halle und ein Sanierungsträger-Honorar fließen laut Pressesprecher Dominik Kimyon je zur Hälfte von Land und Bund.

ChristopherTieding
Christopher Tieding © Sternitzke

Die Nachricht klingt allerdings besser, als sie ist. „Mit einer Million kann man die Halle noch nicht verwirklichen“, sagt Christopher Tieding (CDU), Vorsitzender der stärksten Fraktion im Bienenbütteler Gemeinderat. Die Gemeinde war vor Jahren von Baukosten in Höhe von 2,6 Millionen Euro ausgegangen. Diese Zahl dürfte auch aufgrund der guten Konjunktur im Bausektor überholt sein.

Laut Tieding sollen Gespräche mit dem Sozialministerium in Hannover geführt werden, ob es im nächsten Jahr weitere Mittel aus dem Programm Kleinere Städte und Gemeinden gibt. Die Gemeinde ist auf eine Zwei-Drittel-Förderung für das größte Projekt der kommenden Jahre angewiesen. Einen derartigen Eigenanteil könne der Rat jedenfalls nicht aufbringen, ist Tieding überzeugt. „Die Kommunalaufsicht würde einen derartigen Kraftakt nicht gestatten.

Zunächst sind Gespräche der Verwaltung mit den späteren Nutzern einer neuen Mehrzweckhalle, den Vereinen und Verbänden, über ihre Wünsche geplant.

Seit März zerbrechen sich zudem 40 Studenten der Hochschule Wismar den Kopf über eine Mehrzweckhalle für Bienenbüttel – allerdings aus baulicher Sicht. Die Architektur-Studenten haben drei Monate Zeit, in Arbeitsgruppen Ideen für das Projekt zu entwickeln. Als Grundlage ihrer Arbeit dienen ihnen Daten über die Lage und die Erwartungen der Gemeinde. So müssen sie etwa berücksichtigen, dass der jetzige Standort im potenziellen Überschwemmungsgebiet der Ilmenau liegt.

Den späteren Architekten sollen die jungen Leute jedoch nicht ersetzen. „Es geht um Ideenfindung“, betont ihr Dozent, der Bienenbütteler Dr. Matthias Kathmann (KA). Zum Abschluss sollen die Ideen in Bienenbüttel präsentiert werden.

Von Gerhard Sternitzke

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