Grünhagens Ortsvorsteher Andreas Feige reagiert auf Anwohnerkritik am Bau eines Gehwegs

„Eine einmalige Chance“

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Ortsvorsteher Andreas Feige an der Eitzener Straße.

Grünhagen. Die Chancen stehen gut. Seit Jahren wünschen sich die Grünhagener einen Fußweg an der Eitzener Straße, der das Neubaugebiet Stadtkamp an das Dorf, das Dorfgemeinschaftshaus und die Bushaltestelle anschließt. Die Dorferneuerung macht es jetzt möglich.

Bis zum 15. Februar, so Ortsvorsteher Andreas Feige, muss die 340 000 Euro teure Maßnahme beantragt werden, dann gibt es 53 Prozent Förderung. Im Herbst soll es losgehen. Doch jetzt protestieren vier Anwohner in einem offenen Brief an den Bauausschussvorsitzenden Holger Janßen (KA). In der Bauausschusssitzung heute, Dienstag, um 18. 30 Uhr im Mühlenbachzentrum (Rathaus) steht die Dorferneuerung auf der Tagesordnung.

„Die Gemeinde verspricht Neubürgern gepflasterte Fußwege, bezahlen sollen wenige Altbürger“, heißt es in der E-Mail von Vera Merz und Wilfried Mundt sowie Carina und Paul Chwilka, die sich gegen ein 120 Meter langes Teilstück zwischen Dorfgemeinschaftshaus und Bushaltestelle richtet. „Eine Pflasterung ist nicht notwendig – es handelt sich um eine reine Schönheitsmaßnahme“, so die zwei Anwohner-Paare. „Es gibt ein Hochbord mit einer Grasfläche, die wird von den Anwohnern gepflegt“, erläutert Vera Merz. Und fügt hinzu: „Wir sind doch auf dem Land.“ Auf Asphalt komme man über den Eichenweg zur Bushaltestelle.

Ortsvorsteher Feige spricht von den Bedenken einzelner: „Die Mehrheit der Anlieger sieht es positiv, dass der Weg gepflastert und gepflegt wird.“ Insgesamt 23 Anlieger (im unteren Teilstück neun) müssten sich die Anliegerbeiträge von insgesamt 46 000 Euro für 440 Meter Weg teilen, macht durchschnittlich 2000 Euro je Haushalt. In Einzelfällen seien wie immer Stundungen möglich, so Feige.

Die Gemeinde hatte die Pläne für den Weg mit Querungshilfe zum Überqueren der Straße vor zwei Wochen den Anwohnern vorgestellt. Anschließend hatte Feige, weil aus seiner Sicht zu wenig Bürger da waren, am Donnerstag noch einmal auf einer Dorfversammlung informiert. „Die klare Mehrheit war für den Komplettausbau der Strecke“, so sein Fazit. „Wenn die Dorferneuerung nicht wäre, würden die Anwohner das Doppelte zahlen“, gibt Feige zu bedenken. „Deswegen ist das eine einmalige Chance.“

Von Gerhard Sternitzke

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