Hohnstorfer Paar schafft Treffpunkt in Bienenbüttel

Ein Zuhause für Kunst und Kreativität

Cornelia und Ralf Habermann stehen an einem Tisch mit Kunstwerken aus Beton
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Cornelia und Ralf Habermann schaffen in Bienenbüttel einen „besonderen Ort“ - eine Plattform zur Begegnung und Vernetzung von Kunstinteressierten.
  • Ulrike Meineke
    VonUlrike Meineke
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Er malt, gestaltet, schafft Kunst aus Holz und Beton. Sie webt für ihr Leben gern. Im wahren Leben ist Ralf Habermann Grafik-Designer. Seine Frau Cornelia managt landesweit Projekte für Bibliotheken. Beide leben ihre kreativen Adern in ihrer Freizeit aus und hatten jetzt die Idee, eine Plattform für Begegnung und Vernetzung zu schaffen. Das ist das Konzept für „Wollzeuch, Handwerk & Kunst“ an der Bienenbütteler Bahnhofstraße 23.

Bienenbüttel - „Wir wollen diesen Ort besonders machen“, sagt die 51-jährige Hohnstorferin, „und in Bienenbüttel ein Zeichen gegen den Leerstand setzen“. In dem Laden wird es nicht nur Handgemachtes aus der Region geben, sondern der Ort versteht sich auch als Galerie und Werkstatt. Cornelia und Ralf Habermann werden das Geschäft im Nebengewerbe betreiben, wobei man der 51-Jährigen im vorderen Teil beim Weben über die Schulter schauen kann.

So lange macht die Hohnstorferin das noch gar nicht: „Ich bin vor anderthalb Jahren zum Weben gekommen“, erzählt die sympathische Frau. Im Corona-Lockdown habe sie Online-Kurse belegt. „Ich wollte schon immer weben, hatte aber die Vorstellung, dass Webstühle riesig sind“, erklärt die Hohnstorferin. Dann stieß sie darauf, dass es auch kleine, feine gibt. „Weben ist wirklich eine Wissenschaft“, sagt sie. Es sei „faszinierend, wie aus Garnen Gewebe entsteht“. Cornelia Habermann webt Schals, Geschirrtücher, Vorhänge, Kissenbezüge und vieles mehr.

Ehemann Ralf hat es mit Kunst anderer Art: Seine Steckenpferde sind Malerei, Li-nolschnitte, Holzarbeiten, Papierschöpfen und Betonkunst. „Viele Menschen haben Interesse an solchen Sachen“, erklärt der 59-Jährige die Intention für den Laden, die insbesondere beim Kulturradeln deutlich geworden sei. Als Ort der Begegnung soll man in dem Geschäft beim Kaffee ins Gespräch kommen können. Auch Bücher zum Stöbern werden ausgelegt. Und: Die Habermanns zeigen nicht nur ihre Kunst, sondern auch die von kreativen Freunden und Bekannten. So wird es in „Wollzeuch, Handwerk & Kunst“ auch Schmiedearbeiten, selbstgenähte Kleider, handgefertigte Karten und mehr geben.

„Alles sind Unikate“, betont Cornelia Habermann und verweist noch einmal darauf, dass es sich um vernetzte Kunst aus der Region handelt, die immer wieder wechseln werde. Zu dem Habermann’schen Konzept gehört auch, dass es die Unikate nicht online geben wird. Denn dem Paar ist wichtig, dass sich Interessierte Ideen im Laden holen und diese auch in den Laden bringen.

„Wir wollen diesen Ort eben besonders machen“, und da der Laden neben der eigentlichen Arbeit der Beiden läuft, wird er zwar zu festen Zeiten, aber eben nicht in Vollzeit geöffnet sein. Pünktlich zum 1. Advent, am Sonnabend, 27. November, wollen sie ihr Geschäft eröffnen.

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