Jugendzentrum Bienenbüttel steht zum Verkauf / Jugendbeauftragter Axel Raatz vermisst Treffpunkt

„Ein eigener Raum wäre gut“

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Das ehemalige Bienenbütteler Jugendzentrum steht zum Verkauf. Jugendpfleger Axel Raatz ist im Moment für Veranstaltungen auf das St. Michaelis-Gemeindehaus angewiesen.

Bienenbüttel. Die Immobilie ist auf den ersten Blick wenig verlockend. Die weiße Farbe wirkt irgendwie schäbig, Sprayer haben ihre Schriftzüge hinterlassen, und ein Zug nach dem anderen rattert an dem Haus vorbei.

„JUZ Bienenbüttel“ steht auf dem Schild, aber junge Leute treffen sich nicht mehr im Bienenbütteler Jugendzentrum, seit die Einrichtung zum Jahreswechsel geschlossen wurde. Der Verkauf der Immobilie ist einer der Beschlüsse, mit der die Gemeinde ihren Haushalt saniert. Stehen die Jugendlichen jetzt auf der Straße?.

„Die Jugendlichen haben keinen Raum, den sie für sich haben“, hatte Pastor Jürgen Bade bedauert. Bürgermeister Dr. Merlin Franke sieht dagegen keine wesentliche Verschlechterung in der Jugendarbeit: „Vor dem Hintergrund der Besucherzahlen, die wir im Jugendzentrum hatten, standen die Zahlen in keinerlei Relation mehr.“ Nicht einmal fünf Kinder und Jugendliche in der Woche besuchten nach seinen Angaben das Angebot.

Und auch jetzt gebe es ein gutes Angebot: „Ich bin der Meinung, dass viele Jugendliche die Vereine und Verbände in der Einheitsgemeinde nutzen“, betont Franke. „Ich glaube, dass viele ihre Freizeit in Lüneburg und Hamburg verbringen. Und ich weiß, dass viele Jugendliche die Dorfgemeinschaftshäuser nutzen.“ Nicht zuletzt gebe es den neuen Jugendbeauftragten Axel Raatz, der von Kirchengemeinde und politischer Gemeinde finanziert werde. Neun Stunden seiner Dreiviertelstelle stehen für die Jugendarbeit bereit.

Von Gerhard Sternitzke

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