Trainer, Schiedsrichter, Kassenwart: Günter Meyer engagiert sich seit 35 Jahren für seinen Verein

„Er ist TSV durch und durch“

Ehrenamtsurkunde für Günter Hermann Meyer (rechts), seit 35 Jahren Kassenwart des TSV Bienenbüttel. Vorsitzender Andreas Howe (links) und sein Amtsvorgänger Michael Skeisgerski gratulieren. Foto: privat
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Ehrenamtsurkunde für Günter Hermann Meyer (rechts), seit 35 Jahren Kassenwart des TSV Bienenbüttel. Vorsitzender Andreas Howe (links) und sein Amtsvorgänger Michael Skeisgerski gratulieren.

Bienenbüttel. Im Sport, erst recht im Handball, geht es um Schnelligkeit, aber auch ums Durchhalten. In dieser Hinsicht ist Günter Hermann Meyer ein echter Ausdauersportler. Seit vielen Jahren ist der Finanzbeamte Trainer der Handballdamen beim TSV Bienenbüttel.

Als Schiedsrichter begleitet er immer noch Spiele in der Kreisliga. Und seit sage und schreibe 35 Jahren führt er die Kasse und gestaltet als Vorstandsmitglied die Geschicke des größten Vereins in Bienenbüttel mit.

Für sein Dauer-Engagement wurde Meyer jetzt auf der Jahreshauptversammlung des TSV eine besondere Ehre zuteil. Als Erster wurde er auf einer neuen Holzplatte für seine ehrenamtliche Tätigkeit verewigt. „Er ist TSV durch und durch. Ein Ehrenamtler, wie er im Buche steht“, sagt der Vorsitzende Andreas Howe. „Da hat jeder gesagt: Der hat’s verdient.“

In seiner aktiven Zeit als Handballer stand Meyer viele Jahre bei den TSV-Herren im Tor. „Er war sehr gefürchtet wegen seines Stellungsspiels“, weiß Howe. Mit nur einer kleinen Bewegung versperrte der 1,86-Meter-Mann so manchem sicher geglaubten Ball den Weg ins Tor. Sein Wissen gibt er als Damentrainer weiter. Zudem fördert er den Schiedsrichter-Nachwuchs.

Auch mit 65 hält der Wichmannsburger noch mit den Kreisliga-Handballern mit. „Das schaffe ich mit links“, sagt Meyer, der früher bis zur Oberliga pfiff. Mit seinen Damen läuft er die ersten drei Bahnen beim Training mit: „Alles, was ich abverlange, versuche ich auch selber vorzuleben“, betont er. Im vorigen Jahr ist seine Mannschaft in die Regionsliga aufgestiegen, jetzt integriert er die frühere A-Jugend in seine Mannschaft. „Wir stehen so gut da, dass wir nicht mehr absteigen können“, freut sich Meyer.

Das Amt des Kassenwarts wollte er 1982 eigentlich nur für ein paar Jahre übernehmen. Dann hat er weitergemacht. „Weil ich weiß, wie der Hase läuft“, wie es Meyer ausdrückt. Umsatzsteuer für die Bandenwerbung, Zuschussanträge, Mitgliedsbeiträge – was damals mit Karteikarten abgewickelt wurde, läuft heute längst über den Computer. „Er hat aus Anfängen, die nicht so unkompliziert waren, eine Bank aufgebaut“, lobt Vorsitzender Howe. So schließt der Kassenwart auch seinen Bericht für das Geschäftsjahr 2016 mit den Worten: „Der Verein ist und war immer liquide.“ In zwei oder drei Jahren will er das Amt aber endgültig abgeben. Dafür arbeitet er den zweiten Kassenwart Peter Hoffmann ein.

Das Vorstandsmitglied Meyer ist eher ein Mann der leisen Worte. Geschätzt wird er für seine Erfahrung, erzählt Vorsitzender Howe: „Er weiß oft, wo ein Problem herkommt und wie es zu lösen ist.“

Von Gerhard Sternitzke

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