Das Lüneburger Stadtforstamt testet den Einsatz sogenannter Rückepferde bei der Holzernte

Dreiklang aus Maschine, Mensch und Tier in Lüneburg

Jens Bußmann arbeitet mit seinen beiden Rückepferden im Lüneburger Wald. Foto: DPA
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Jens Bußmann arbeitet mit seinen beiden Rückepferden im Lüneburger Wald. Foto: DPA

Lüneburg – Das Forstamt Lüneburg will in einigen seiner Waldgebiete künftig auch Pferde zum Holztransport einsetzen.

Die sogenannten Pferderücker sollen mit ihren Tieren vor allem auf moorigen und sehr weichen Böden arbeiten, wo Maschinen nur schwer eingesetzt werden können. Diese würden durch schwere Maschinen besonders stark verdichtet werden.

„Wir sind in einer Testphase, um herauszufinden, wo das Sinn machen könnte“, sagte Stadtförster Per-Ole Wittenburg. „Vor allem auf nassen Böden können wir mit den Pferden schonender arbeiten.“

„Die Stärke des Holzes ist ein wichtiger Faktor, größere Teile können nur Maschinen bewegen“, erklärte Wittenburg im Waldgebiet Böhmsholz. Dort ist seit Anfang der Woche Pferderücker Jens Bußmann mit seinem Hengst Brando und dem Wallach Alex im Einsatz. „Ich bin Pferdemann und will mit meinen Pferden etwas bewegen, im buchstäblichen Sinn“, sagte er. Wo man ohne Maschinen auskommen könne, schonten Pferde „ganz massiv den Boden.“ Im Wald gehe es nur in Kombination mit schweren Maschinen. Dort, wo sie nicht hingelangen, werden die Stämme mit dem Pferdegespann zugereicht.

„Grundsätzlich ist das eine Technik von früher und fristet hier eher ein Nischendasein“, sagte ein Sprecher der Niedersächsischen Landesforsten. Die Arbeit sei für die Pferde schwer und es gebe nicht ausreichend Tiere, um das Verfahren überall anzuwenden. dpa

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