Bienenbüttel bekommt Fristverlängerung / Bauausschuss stimmt Entwurf zu

Dorferneuerung: Zwei Monate mehr Zeit für Varendorf

Gute Nachrichten für die Anlieger in Varendorf: Die Ortsdurchfahrt soll im Rahmen der Dorferneuerung ein neues Gesicht bekommen. Der Bauausschuss hat dem Entwurf zugestimmt. Die Gemeinde konnte zudem eine Fristverlängerung um zwei Monate erwirken.
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Gute Nachrichten für die Anlieger in Varendorf: Die Ortsdurchfahrt soll im Rahmen der Dorferneuerung ein neues Gesicht bekommen. Der Bauausschuss hat dem Entwurf zugestimmt. Die Gemeinde konnte zudem eine Fristverlängerung um zwei Monate erwirken.

Bienenbüttel/Varendorf – Dass die Maßnahme zur Dorferneuerung in Varendorf rechtzeitig zum Ende der Frist am 31. Mai 2021 abgeschlossen werden kann, wurde kürzlich im Bienenbütteler Gemeinderat infrage gestellt.

Im Bauausschuss am Dienstag gab es nun aber gute Nachrichten für die Anwohner in Varendorf. „Wir haben es geschafft, eine Fristverlängerung bis zum 31. Juli 2021 zu bekommen“, berichtete Bürgermeister Dr. Merlin Franke von mehreren Telefonaten mit dem Amt für regionale Landesentwicklung.

Die Varendorfer, die wieder zahlreich den Weg in die Bienenbütteler Grundschulturnhalle gefunden hatten, applaudierten. Noch größer wurde ihre Freude, als Franke verkündete: „Wenn wir nicht einen knallharten Winter bekommen, sehe ich die Maßnahme als gesichert an.“ Lob gab es auch aus den Fraktionen. Sowohl Arnold Witthöft (SPD) als auch Heiner Scholing (Grüne) und Ausschussvorsitzender Holger Janßen (KA) sahen eine „tolle Leistung der Verwaltung“.

Lob für die Arbeit der Verwaltung

CDU-Fraktionsvorsitzender Christopher Tieding – er fehlte am Dienstagabend, weil zeitgleich eine Sitzung des Kreisausschusses stattfand – meldete sich gestern bei der AZ: „Wir danken dem Bürgermeister und der Verwaltung.“ Das Grundvertrauen seiner Fraktion dem Rathaus-Team gegenüber habe sich bestätigt, betonte Tieding.

Im Rahmen der Bauausschusssitzung stellte Ulrich von der Ohe vom Ingenieurbüro Heidt & Peters aus Celle die genauen Pläne für die Varendorfer Ortsdurchfahrt vor. Zunächst machte er dabei noch einmal auf den aktuellen Zustand der Fahrbahn aufmerksam: die inklusive Pflasterstreifen fast acht Meter breite und unebene Fahrbahn, schnurgerade und zum schnellen Fahren einladende Ortseinfahrten, überdimensionierte Kreuzungsbereiche, kaputter Gehweg.

Die Maßnahme soll zum einen den Verkehr verlangsamen. Dazu wird die Fahrbahn deutlich schmaler – die Asphaltfläche soll nur vier Meter breit sein. Hinzu kommen etwa 90 Zentimeter breite Pflasterstreifen auf beiden Seiten. Verschwenkungen an beiden Ortseingängen drosseln das Tempo schon beim Einfahren ins Dorf. „Das ist eine fahrdynamische Wirkung. Der Verkehr wird ausgebremst“, so von der Ohe.

Zum anderen soll die Ortsdurchfahrt auch dorfgerechter gestaltet werden. Ein Grünstreifen mit insektenfreundlicher Bepflanzung grenzt den Gehweg, der mit rötlichem Betonsteinpflaster angelegt wird, von der Straße ab. Die Bushaltestellen werden barrierefrei. Die großen Kreuzungsbereiche werden mit überfahrbaren Verkehrsinseln verkleinert. „So können weiter Fahrzeuge aller Größen dort entlang fahren“, sagte von der Ohe.

Geplant sind acht Monate Bauzeit

Der Baubeginn ist für das dritte oder vierte Quartal dieses Jahres vorgesehen. „Wir sind angehalten, schnell mit der Ausschreibung zu beginnen“, mahnte von der Ohe. Denn es sei mit einer Bauzeit von etwa acht Monaten zu rechnen, zumal die Maßnahme sich über den Winter erstrecken wird. „Wir sind froh, dass es jetzt so weit ist. Grundsätzlich sind wir positive Menschen. Das wird klappen“, sagte Holger Janßen.

Alfred Meyer (CDU) hinterfragte, wie man nun schnell einen Auftrag vergeben könne, wenn die Ablösevereinbarung zu den Anliegerbeiträgen noch nicht vorliegt. Franke erklärte, dass die Ablösevereinbarung dann gemacht werden müsse, wenn die Ausschreibungsergebnisse da sind. „Dann hat man verlässliche Kosten“, betonte er.

Nach Schätzungen des Ingenieurbüros, die auf Grundlage vergleichbarer Projekte erstellt wurden, belaufen sich die Gesamtkosten auf 1,27 Millionen Euro. Der Landkreis Uelzen, der die Straßendecke saniert, trägt davon rund 580 000 Euro. Aus dem Dorferneuerungsprogramm kommen etwa 358 000 Euro. Der Gemeinde entstehen Kosten in Höhe von rund 243 000 Euro. Die Anliegerbeiträge liegen bei insgesamt rund 89 000 Euro. Der Bauausschuss empfahl einstimmig, dem vorgestellten Entwurf zuzustimmen und die Ausschreibung der Maßnahme durchzuführen. 

VON FLORIAN BEYE

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