Bürger lassen bei Straßenfest Korken knallen

Dorferneuerung in Varendorf ist abgeschlossen

Die Dorferneuerung in Varendorf ist abgeschlossen. Bürgermeister Merlin Franke (von links), Ortsvorsteherin Renate Niemann und Landrat Heiko Blumen weihten die neue Ortsdurchfahrt offiziell ein.
+
Bürgermeister Merlin Franke (von links), Ortsvorsteherin Renate Niemann und Landrat Heiko Blumen präsentieren stolz die neue Varendorfer Ortsdurchfahrt.
  • Daniel Bieling
    VonDaniel Bieling
    schließen

Varendorf – Zahlreich waren die Bewohner Varendorfs erschienen, um bei bestem Wetter die lang ersehnte Einweihung der Ortsdurchfahrt und damit den Abschluss der Dorferneuerung zu feiern.

Dabei war der Rahmen eines Straßenfestes nicht zufällig gewählt, denn die neue Ortsdurchfahrt sollte voller Stolz präsentiert werden. „Das soll ja gewürdigt werden“, betonte Ortsvorsteherin Renate Niemann. Seit 14 Jahren sei an dem Konzept gearbeitet worden. Und die Wartezeit hat sich gelohnt. „Wir haben unser wichtigstes Ziel – die Verkehrsberuhigung – erreicht“, freute sich Niemann. Sie selbst wohne in Hörweite der neuen Verschwenkung am Ortseingang und könne hören, wie die Autos abbremsen.

1,4 Millionen Euro investiert

Anwesend beim Festakt waren auch Bürgermeister Merlin Franke und Landrat Heiko Blume. Ebenso wie Niemann lobten sie vor allem die schnelle und gute Arbeit der Firma Kalinowsky. „Besonders hervorheben möchte ich, dass wir diese Maßnahme in vier Monaten Bauzeit realisiert haben. Das soll uns mal einer nachmachen“, sagte Franke. Insgesamt rund 1,4 Millionen Euro habe die neue Straße gekostet. Laut Franke hat der Landkreis rund 740 000 Euro in die Dorferneuerung investiert, die Gemeinde Bienenbüttel 625 000 Euro, und 360 000 Euro kamen als Förderung vom Dorferneuerungsprogramm.

Älteste Bewohnerin schreibt Gedicht

Zur Feier des Tages hatte es sich zudem Waltraud Simon – mit 95 Jahren die älteste Bewohnerin Varendorfs – nicht nehmen lassen, ein Gedicht zu verfassen. In dem erinnert sich Simon an die lange Geschichte des Dorfes sowie der Straße und schließt mit den Worten: „Wi könnt de Tiet nich trüchwats dreihn, uns an uns Dörp noch jümmer freun, dat vör de Stadt noch veeles mehr to beeden hat!“ Ob sich die verkehrsberuhigende Maßnahme gelohnt hat? „Das wird sich bewähren müssen“, meinte die 95-Jährige.

Auch frühere Ortsvorsteherin zufrieden

Zufrieden zeigt sich die ehemalige Ortsvorsteherin Anne Werhahn, die den Stein zur Dorferneuerung 2005 ins Rollen gebracht hatte. Begonnen hatte alles mit dem Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“. „Das war unheimlich motivierend. Das war so eine Aufbruchstimmung“, sagte Werhahn.

So wurde der Plan für weitere Maßnahmen im Ort verfolgt. „Wir hatten natürlich noch viel mehr Wünsche“, sagte Werhahn. Man habe jedoch in einer Prioritätenliste abspecken müssen. „Unsere erste Priorität war die Ortsdurchfahrt, und die haben wir umgesetzt“, so Werhahn zufrieden.

Zwischen Straße und Bürgersteig wurden Pflastersteine gelegt, um die Straße schmaler wirken zu lassen. Daneben bremst eine Verschwenkung am Ortseingang den Verkehr zusätzlich. Außerdem wurden Regenwasserkanäle und Grünstreifen angelegt, und die Straßenbeleuchtung wurde erneuert. Als ein „ganz tolles Gemeinschaftswerk“ fasste Heiko Blume das Projekt zusammen – und betonte: „Das kann auch Vorbild sein für andere Projekte.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare