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Ilmenauhalle in Bienenbüttel wird frühestens im Jahr 2023 abgerissen

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Von: Jannis Wiepcke

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Ilmenauhalle in Bienenbüttel
Der Abriss der Ilmenauhalle ist längst beschlossene Sache. Die Suche nach einem Abbruchunternehmen gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht. © Volontär

Die Ilmenauhalle in Bienenbüttel, an deren Stelle das geplante Mehrzweckzentrum errichtet werden soll, wird in diesem Jahr doch nicht abgerissen. Laut der Gemeindeverwaltung haben zahlreiche angefragte Planungsbüros auf eine frühstmögliche Umsetzung in 2023 verwiesen. 

Bienenbüttel - Wann wird die Ilmenauhalle abgerissen und wann startet der Bau des neuen Mehrzweckzentrums? Beide Fragen beschäftigen zurzeit viele Bienenbütteler, denn Sportler, Musiker und Schützen sind gleichermaßen auf eine Hallennutzung angewiesen. Sie werden sich aber vorerst alle weiter gedulden müssen. Wie die Gemeindeverwaltung auf Anfrage der AZ mitteilt, wird die Ilmenauhalle nicht mehr in diesem Jahr abgerissen. Auch ein Termin für das kommende Jahr steht nicht fest.

Ursprünglich war die Bienenbütteler Gemeindeverwaltung im Juli nach der Abarbeitung zahlreicher Einwendungen im Bauleitverfahren von den Gremien beauftragt worden, den Abbruch noch in diesem Jahr zu veranlassen. Der Grund: Fördergelder, die bei späterer Ausführung zu verfallen drohten. Als Bedingung für die Förderung war bei dem Abriss eine öffentliche Ausschreibung notwendig. Bei zahlreichen Planungsbüros wurde auf Anfrage der Gemeindeverwaltung dann aber darauf hingewiesen, dass die Baumaßnahme frühestens im Jahr 2023 umgesetzt werden kann. Bürgermeister. Dr. Merlin Franke zufolge ist es der Verwaltung mit einem „Kassenscheibentausch“ trotzdem gelungen, einen Großteil der Fördergelder in Höhe von 566.000 Euro in 2022 für spätere Abrufjahre zu retten.

Durch das Verfahren konnten andere Kommunen, die auch ein Bauvorhaben mit Geldern aus dem entsprechenden Fördertopf geplant haben, die ihnen zustehenden späteren Fördergelder mit der Gemeinde Bienenbüttel tauschen. Die abzufordernde Fördersumme reduziert sich in 2022 damit um 386 100 Euro. 69 000 Euro Fördergelder sind in diesem Jahr bereits für die Planungen des Mehrzweckzentrums eingesetzt worden.

Der Abriss der Ilmenauhalle soll nun, wie ursprünglich geplant, von dem Generalunternehmen übernommen werden, das auch für den Bau des Mehrzweckzentrums an gleicher Stelle verantwortlich sein soll. Nach diesem Generalunternehmen wird per Ausschreibungsverfahren weiterhin gesucht.

Die Baukosten für das neue Mehrzweckzentrum seien momentan extrem schwer einzuschätzen. Bürgermeister Dr. Merlin Franke hofft, dass sich die Kosten kurz- bis mittelfristig wieder verringern. „Allerdings“, stellt er klar, „kann und wird die Verwaltung dazu keinerlei Garantie geben können und hat dies auch den Gremien so deutlich kommuniziert. Die zeitliche Verschiebung könnte sich sowohl entspannend, als auch verschärfend auswirken.“ Aktuell spricht Frankes Meinung nach vieles für Ersteres.

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