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Verkehrsexperte zieht positives Zwischenfazit für die Leitpfosten auf B 4

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Von: Jannis Wiepcke

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Leitpfosten auf der B4 zwischen Tätendorf-Eppensen und Jelmstorf
Der Stein des Anstoßes: Leitpfosten auf dem Mehrzweckstreifen der B 4, hier zum Beispiel zwischen Jelmstorf und Tätendorf-Eppensen, kurz vor der Ein- und Ausfahrt Natendorf. © Lars Becker

Über die Leitpfosten auf der B 4, die im nördlichen Kreisgebiet bis nach Bienenbüttel reichen, wurde schon kurz nach ihrer Einführung eifrig diskutiert. Der Verkehrsexperte der zuständigen Polizeiinspektion, Andreas Dobslaw zieht nach ungefähr vier Monaten Standzeit ein positives Zwischenfazit.

Bienenbüttel - „Das ist so eingetreten, wie wir das prognostiziert haben“, sagt Dobslaw. Die Verkehrskommission hatte sich im Vorfeld erhofft, mit den Leitpfosten eine Verkehrsberuhigung, einen stetigen Verkehrsfluss und die deutliche Reduzierung von Unfällen erzielen zu können – das habe funktioniert. „Es gab keine Auffälligkeiten, ein Unfallgeschehen ist bisher nicht feststellbar“, teilt der Verkehrsexperte in diesem Zusammenhang mit.

Wirklich belastbare Zahlen wird es Dobslaw zufolge erst im kommenden Jahr geben, weil die unterschiedliche Frequentierung des Verkehrs infolge der Lockdowns den Vergleich mit den vorherigen Jahren erschwert. Schon jetzt kann der Verkehrsexperte aber mitteilen, dass die Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h in diesem Bereich zu einem signifikanten Rückgang der Unfallzahlen beigetragen hat. „Wir tun solche Dinge nur, wenn wir vom Erfolg überzeugt sind“, wirbt Dobslaw deshalb noch einmal um Vertrauen.

Aufgrund der bisher gemachten Beobachtungen könne man sagen, dass die Befürchtung der Kritiker, die Leitpfosten würden zu riskanten Überholmanövern und schweren Unfällen führen, bisher nicht eingetreten sei – ganz im Gegensatz zu den gewünschten Effekten.

Anfängliche Skepsis gegenüber der Einführung von neuen Verkehrsmaßnahmen kann Dobslaw nachvollziehen und gibt sich deshalb auch bezüglich eines anderen Kritikpunktes diplomatisch: „Klar, es gibt auch zerstörte Leitpfosten, das ist aber nicht mehr die Masse.“ Nach Einschätzung von Dobslaw hat sich die Zahl derartiger Vorkommnisse schon deutlich verringert und werde mit

zunehmender Gewöhnung der Autofahrer auch noch weiter runtergehen. Somit könne man schon jetzt nicht mehr von einem erheblichen Aufwand für die zuständige Streckenkontrolle sprechen, meint er.

Bei allem Verständnis empfindet Dobslaw den Vorwurf, die Leitpfosten würden das Bilden einer Rettungsgasse erschweren, aber als ungerechtfertigt. Er verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Bundesstraße 4 im südlichen Kreisgebiet – zwischen dem Suderburger Kreisel und Breitenhees. Auf diesem Abschnitt habe es nie Probleme mit dem Bilden der Rettungsgasse gegeben, erklärt Dobslaw.

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