Gelbe Tonne wird zum roten Tuch

Edendorfer Claus Scheele berichtet über seinen Ärger mit Entsorgungsunternehmen RMG

Verschiedene Mülltonnen auf der Straße
+
Die Probleme mit den Gelben Tonnen im Landkreis Uelzen sind nicht neu. Die AZ haben innerhalb eines Jahres zahlreiche Beschwerden erreicht.

Seit rund einem Jahr versucht der Edendorfer erfolglos eine gelbe Tonne für seinen Mieter zu organisieren – die zahlreichen Fehlversuche haben ihn bei diesem Thema zynisch werden lassen. Als letzte Option bleibt für Scheele bald nur noch der Schritt zum Anwalt.

Edendorf - „Ihr zuvorkommender und kundennaher Betreuungsservice ist nicht mehr zu toppen“, schreibt Vermieter Claus Scheele in seiner neuesten E-Mail an das Entsorgungsunternehmen.  Die Probleme mit den gelben Tonnen im Landkreis Uelzen sind nicht neu. Seitdem das Entsorgungsunternehmen RMG mit deren Verteilung im Dezember des vergangenen Jahres im Landkreis Uelzen begonnen hat, haben die AZ zahlreiche Beschwerden aus verschiedenen Orten erreicht. Mal sind die gelieferten Tonnen zu klein, dann wieder zu groß oder – wie im Fall von Claus Scheele – überhaupt nicht vorhanden.

„Das geht mir so auf den Keks“, sagt der Edendorfer gefrustet. Zahlreiche Telefonate bei der Kunden-Hotline des Entsorgungsunternehmens haben ihn ebenso wenig weiter gebracht wie die vielen E-Mails, die er auf Empfehlung der Mitarbeiter an die entsprechende Adresse geschrieben hat.

Konkret geht es darin um Scheeles Nachbarn und Mieter, der in einem Dreifamilienhaus lebt. Während die anderen beiden Haushalte ordnungsgerecht mit einer gelben Tonne beliefert wurden, muss der Mann seit einem Jahr ersatzweise gelbe Säcke verwenden. Die gehen aber sowohl bei ihm, als auch bei seinem Vermieter viel zu schnell zur Neige.

Zuletzt hieß es im November in einer Antwort vom Unternehmen, dass die Gelbe Tonne „zum nächstmöglichen Termin“ bereitgestellt werde – passiert ist seitdem nichts. Scheeles Mieter liebäugelt mittlerweile mit einer Mietkürzung, wofür der Edendorfer auch Verständnis zeigt, immerhin sei eine solche Maßnahme in Anbetracht der langwierigen Situation „sein gutes Recht“.

Auch Scheele will deshalb unter Umständen auf rechtlichen Beistand setzen und die nicht erbrachten Entsorgungsleistungen an das Unternehmen weiterleiten, Nicht einmal die Drohung, seinen Wertstoffmüll an der Firmenadresse abzuliefern, konnte zuvor etwas bewirken. Für eine Presseanfrage war RMG Rohstoffmanagement gestern bezeichnenderweise nicht zu erreichen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare