1. az-online.de
  2. Uelzen
  3. Bienenbüttel/Lüneburg

Der Bienenbütteler Siegfried Becker berichtet über seine Erfahrungen mit mobilen Impfungen

Erstellt:

Von: Jannis Wiepcke

Kommentare

Eine Schlange von wartenden Menschen bei einer mobilen Impfaktion
Eine lange Schlange von wartenden Menschen bei einer mobilen Impfaktion. Von diesem Anblick hat AZ-Leser Siegfried Becker aus Bienenbüttel erst einmal genug. © dpa

Die vierte Welle der Corona-Pandemie rollt über Deutschland hinweg. Seit November werden vorher unvorstellbare Höchststände erreicht. Impfen, impfen, impfen lautet deshalb das Gebot der Stunde. Lange Schlangen und begrenzter Biontech-Impfstoff bei den mobilen Impfaktionen des DRK sorgten jedoch für Ärger, zum Beispiel beim Bienenbütteler Siegfried Becker. 

Bienenbüttel - Das neuen Impfzentrum an der Celler Straße hätte Siegfried Becker eine Menge Ärger erspart. Neben Ungeimpften, die durch die Entwicklung der Pandemie und die einschneidenden Maßnahmen umgestimmt wurden, gehört der AZ-Leser zu den vielen Menschen, die auf eine Booster-Impfung warten. Eine Stunde vor Beginn des Termins habe er sich in die Schlange vor dem Bevenser Wandelgang eingereiht.

Neben Ungeimpften, die durch die Entwicklung der Pandemie und die einschneidenden Maßnahmen umgestimmt wurden, gehört der AZ-Leser zu den vielen Menschen, die auf eine Booster-Impfung warten. Eine Stunde vor Beginn des Termins habe er sich in die Schlange vor dem Bevenser Wandelgang eingereiht.

„Die Hausärzte sind ausgebucht“, sagt Becker. Also weichen die Impfwilligen auf die öffentlichen, dezentralen Termine im Kreisgebiet aus. Eine Terminvereinbarung wie im früheren Impfzentrum in der Uelzener Stadthalle ist nicht vorgesehen. Also stehen die Menschen in der Schlange – und frieren. Der 66-Jährige kann das nicht verstehen. „Was noch viel schlimmer ist, ist die Wirkung, die das hat“, findet er. Die langen Schlangen und das Wegschicken von Impfwilligen werde manchen abschrecken.

Derart frustrierende Zustände will der Landkreis Uelzen in Zukunft vermeiden, Die Impfungen im neuen Impfzentrum an der Celler Straße 3 in der Hansestadt Uelzen sollen eben nicht mehr nach dem „Windhundprinzip“, sondern mit Hilfe des Terminvergabesystems des Landes Niedersachsen organisiert werden, wie der Pressesprecher des Landkreises, Martin Theine, mitteilt (siehe auch Seite 1). Zu beachten gelte außerdme, so Theine, dass die Verteilung des Vakzins derzeit durch dessen Verfügbarkeit beschränkt sei und Vorgaben des Landes – zum Beispiel hinsichtlich der Booster-Impfungen in Alten- und Pflegeheimen – erfüllt werden müssten.

Siegfried Becker ist inzwischen zum Ziel gekommen. Am Donnerstag hat er es noch einmal am Dorfgemeinschaftshaus in Steddorf versucht. Nach drei Stunden in der bitteren Kälte hat er seine lang ersehnte Booster-Impfung erhalten.

Auch interessant

Kommentare