„Das, was wir immer wollten“

Freude bei der Ortsvorsteherin: Dorferneuerung in Varendorf startet im Februar

Die Ortsdurchfahrt in Varendorf soll im Rahmen der Dorferneuerung neu gestaltet werden. Dabei ist die Verkehrsberuhigung der wichtigste Aspekt aus Sicht von Ortsvorsteherin Renate Niemann. Los geht es im Februar.
+
Die Ortsdurchfahrt in Varendorf soll im Rahmen der Dorferneuerung neu gestaltet werden. Dabei ist die Verkehrsberuhigung der wichtigste Aspekt aus Sicht von Ortsvorsteherin Renate Niemann. Los geht es im Februar.
  • Florian Beye
    vonFlorian Beye
    schließen

Die Dorferneuerung in Varendorf steht in den Startlöchern. Schon im Februar sollen die Arbeiten an der Rockenmühler Straße und der Ortsdurchfahrt – Vaerendorfer Straße – beginnen. Das kündigt die Gemeinde Bienenbüttel am Freitag per Pressemitteilung an.

Varendorf – Damit hat das lange Warten der Anwohner ein Ende.

„Es ist total toll, dass es jetzt losgeht“, sagt Ortsvorsteherin Renate Niemann am Freitagabend im Gespräch mit der AZ Das Wichtigste an der Baumaßnahme ist aus ihrer Sicht die Verkehrsberuhigung. „Die wollten wir um jeden Preis“, betont Niemann, die auch für die Grünen im Bienenbütteler Gemeinderat sitzt. Die Varendorfer Ortsdurchfahrt ist mit ihren acht Metern breiter als andere Straßen, die durch Dörfer führen. Zum Teil ist sie sogar innerorts breiter als außerorts. „Das verleitet natürlich zum Rasen“, erklärt Renate Niemann.

Ortsdurchfahrt soll schmaler werden

Nun soll die Varendorfer Straße deutlich verschmälert werden (AZ berichtete). Die neue Asphaltfläche soll nur vier Meter breit sein. Hinzu kommen etwa 90 Zentimeter breite Pflasterstreifen auf beiden Seiten. Verschwenkungen an beiden Ortseingängen sollen das Tempo schon beim Einfahren ins Dorf drosseln. Zum anderen wird die Ortsdurchfahrt auch dorfgerechter gestaltet. Ein Grünstreifen mit insektenfreundlicher Bepflanzung grenzt den Gehweg, der mit rötlichem Betonsteinpflaster angelegt wird, von der Straße ab. Die großen Kreuzungsbereiche werden mit überfahrbaren Verkehrsinseln verkleinert.

„Die Maßnahmen haben wir mit dem ganzen Dorf abgestimmt“, ist Renate Niemann zufrieden. Die Dorfgemeinschaft hatte vor einigen Jahren begonnen, sich verstärkt auf das Dorfleben in Varendorf zu besinnen und sich Gedanken darüber zu machen, was man dort noch verbessern könnte. Mehrmals nahmen Niemann und Co. am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil.

In Folge dieser Gedanken erwuchs auch der Wunsch, den Verkehr zu beruhigen. Einen Teil der Straße hatte die Dorfgemeinschaft bereits in Eigenregie durch Pflasterstreifen schmaler gestaltet. Dazu kamen zahlreiche Veranstaltungen in der Dorfgemeinschaft. Die Maßnahme im Rahmen der Dorferneuerung sieht Renate Niemann nun als letzten Feinschliff, der Varendorf und das Leben dort noch schöner macht. „Das ist das I-Tüpfelchen – das, was wir immer wollten“, schwärmt die Ortsvorsteherin.

Zeitweise kommt es zu Straßensperrungen

Dafür werden die Anwohner sicher auch die Unannehmlichkeiten, die eine solche Baumaßnahme mit sich bringt, gerne auf sich nehmen. Im Bauzeitraum von Februar bis Anfang Juni kommt es zeitweise zu Straßensperrungen, informiert die Gemeindeverwaltung Bienenbüttel bereits.

Die betroffenen Grundstückseigentümer werden dabei jeweils aktuell über die notwendigen Sperrungen informiert. Der Schulbusverkehr werde aber sichergestellt, verspricht die Verwaltung. Der Verkehr, der sonst durch Varendorf rollt, soll um das Dorf herum umgeleitet werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare