Wasserrohrbruch lässt Teile des Bürgersteigs an der Bienenbütteler Bahnhofstraße absacken

Und dann war der Boden weg

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Im unteren Teil der Bahnhofstraße in Bienenbüttel hat ein Rohrbruch dazu geführt, dass Wasser den Gehweg stark unterspült hat. Als ein Handwerker sein Auto am Sonnabend auf dem Bürgersteig parkte, versank ein Rad des Fahrzeugs plötzlich in einem Loch. 

Bienenbüttel. Plötzlich war der Boden weg. Der gepflasterte Gehweg an der Bienenbütteler Bahnhofstraße gab nach, als ein Handwerker sein Auto dort abstellen wollte. Der sollte eigentlich in der Zahnarztpraxis von Rainer Hullmann arbeiten, dazu kam es dann aber nicht.

Stattdessen musste der Wagen des Handwerkers vom ADAC aus dem Loch gezogen werden, in dem er mit einem Vorderreifen steckte. Die Polizei sperrte den Bereich vor der Zahnarztpraxis – also an der Ausfahrt zur Bahnhofstraße am Grundschulkreisel. Ein Wasserrohrbruch am Freitag hatte den Boden so unterspült, dass dieser am Sonnabendvormittag gegen 10 Uhr absackte.

Am gestrigen Montag begannen die Reparaturarbeiten, aus einem Loch waren drei große geworden, die betroffenen Rohre lagen frei. Eine Baufirma brachte Sand, mit dem die Löcher später wieder aufgefüllt werden sollen. Wohnungseigentümer – in dem 1992 erbauten Gebäude befinden sich neben der Zahnarztpraxis mehrere Wohneinheiten – beobachteten das Geschehen.

Bereits im Herbst 2016 habe Wasser im Fahrstuhlschacht des Gebäudes gestanden, berichtet Rainer Hullmann: „Wir vermuten da einen Zusammenhang.“ Damals seien es rund 1500 Liter gewesen, ein Fachingenieur habe alles neu abgedichtet, ehe wenige Wochen später wieder Wasser aus dem Fahrstuhlschacht gepumpt werden musste. Seitdem habe alles gut gehalten, erzählt der Zahnarzt. Bis am Freitag wieder Wasser in den Fahrstuhlschacht und den Keller gelaufen war. Auch einige Wände im Hausflur seien feucht, sagt Hullmann: „So hoch war das Wasser im vergangenen Jahr nicht.“

Die für die Wasserleitungen zuständige SVO Holding mit Sitz in Celle erklärt den Vorfall auf AZ-Nachfrage ganz nüchtern: „Eine Wasserleitung vor dem Gebäude Bahnhofstraße 4a ist gebrochen, wodurch Wasser ins Erdreich gelangte“, sagt Sprecherin Anne Ruhrmann. Man habe die Wasserleitung unverzüglich abgestellt und eine Notversorgung für die Bewohner des Hauses eingerichtet.

Die von der SVO in Auftrag gegebene Reparatur der Wasserleitung sollte noch am gestrigen Montag abgeschlossen sein, erklärt Ruhrmann. Im Anschluss werde dann der Gehweg neu gepflastert. „Diese Arbeiten sind hoffentlich bis Ende der Woche abgeschlossen.“

Die genaue Ursache für den Rohrschaden lasse sich nicht bestimmen, betont die SVO-Sprecherin. Es könne sich um ein Ermüden des Materials handeln. Auch sei es aber möglich, dass „die Arbeiten zur Erneuerung der Straßendecke das Gefüge im Erdreich verändert haben, und es so zum Rohrschaden kam“, erläutert Ruhrmann.

Von Florian Beye

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