Bespaßung in abgespeckter Form

Corona schlägt sich in der Kinderferienbetreuung in Bienenbüttel nieder

Die Grundschule Bienenbüttel
+
Kinder der Grundschule Bienenbüttel können an der Ferienbetreuung der Gemeinde teilnehmen.
  • Daniel Bieling
    VonDaniel Bieling
    schließen

Bienenbüttel – Jonte, Leon und Julius genießen es, im Sand zu spielen – die mit Schlamm bespritzten Beine zeigen das deutlich. Marleen und Julina beschäftigen sich lieber mit Basteleien und knüpfen bunte Bänder. Die fünf Kinder nehmen an der Schulkinderferienbetreuung der Gemeinde Bienenbüttel teil.

Die läuft in diesem Jahr allerdings etwas anders ab als üblich. „Das ist coronabedingt“, weiß Bürgermeister Dr. Merlin Franke. „Wir hatten sonst immer deutlich mehr Anmeldungen.“ 20 bis 30 Kinder hätten sonst durchschnittlich an der Ferienbetreuung teilgenommen. Auch Carolin Schmidtke, die sich als Betreuerin gemeldet hat, berichtet: „Es wird immer weniger.“ Waren in der vergangenen Woche noch neun Kinder zu betreuen, sind es in der kommenden Woche nur noch zwei.

Denn die Ferienbetreuung muss in diesem Jahr in abgespeckter Form stattfinden. So wird coronabedingt kein Mittagessen serviert, und die Betreuung kann nur an drei Wochen – statt wie sonst an sechs Wochen – angeboten werden. Ausfallen sollte die Betreuung aber nicht. „Wir wollten es unbedingt stattfinden lassen“, sagt Franke. „Weil es einfach wichtig ist, dass die Familie zusammen in den Urlaub fahren kann.“ Die Ferienbetreuung sei daher wichtig, um Familie und Beruf zu vereinbaren, da die Eltern andernfalls ihren Urlaub in den Sommerferien aufteilen müssten, um abwechselnd für die Kinder da zu sein.

Keine einfache Organisation

Dabei war die Organisation der Betreuung nicht einfach. Laut Franke standen die Rahmenbedingungen mit den entsprechenden Vorgaben erst spät fest, sodass auch die Suche nach Betreuern kurzfristig starten musste. Eine Freundin, die schon einmal als Betreuerin gearbeitet hatte, habe sie auf die Stellenausschreibung aufmerksam gemacht, sagt Carolin Schmidtke. Eigentlich studiert sie Lehramt in Kiel. „Da ich gerade Semesterferien habe, dachte ich, ich mache das mal“, erklärt sie. Zudem habe sie im Studium ansonsten wenig Praxis.

Auch das Unterhaltungsprogramm für die Kinder fällt in diesem Jahr coronabedingt dünner aus als sonst. In den vorherigen Jahren besuchten die Kinder zum Beispiel die Polizei- und die Feuerwehrstation. „Das fällt jetzt natürlich alles leider flach“, bedauert Franke. So werden Kinder vor allem mit Basteleien und Spielen im Sand bespaßt. Auch ein Ausflug zum Wildgatter im Uelzener Stadtwald ist geplant. Um 14 Uhr ist die Betreuung dann vorbei – wobei Carolin Schmidtke vorschlägt, die Zeit im nächsten Jahr bis 16 Uhr auszuweiten. So könnten mehr Tagesausflüge angeboten werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare