Polizei überprüft Wahrheitsgehalt: Bis dato kein Fund / Maßnahmen und Ermittlungen dauern an

"Cold Case – Katrin Konert": Polizeiliche Maßnahmen und Grabungsarbeiten nach mysteriösem Hinweis

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Vermisstenfall Katrin Konert: Die Polizei überprüft den Wahrheitsgehalt eines anonymen Hinweises.

jsf/pm Lüchow-Dannenberg/Bergen (Dumme)/Niedersachen. Mit dem vermutlichen Tötungsdelikt "Katrin Konert" rollt eine Ermittlungsgruppe der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen weiterhin einen der spektakulärsten Vermisstenfälle im Norddeutschen Raum wieder auf.  

Die neu besetzte Ermittlungsgruppe (EG) der Kriminalpolizei arbeitet dabei seit Monaten den Fall auch in Kooperation mit der Operativen Fallanalyse (OFA) des Landeskriminalamts Niedersachsen auf.

Als Resultat auf die breite Öffentlichkeitsarbeit, den direkten Bürgergesprächen in und um die mobile Wache in Bergen (Dumme), dem sogenannten BKMS-System und den weiteren Umfeldermittlungen sind in den letzten Wochen und Monaten mehr als 90 Hinweise und Spuren eingegangen, die bewertet und verfolgt wurden und beziehungsweise werden.

Bereits im Dezember letzten Jahres ging dabei auch über das sogenannte BKMS-System ein anonymer Hinweis auf einen möglichen "Ablageort" des Leichnams von Katrin Konert ein. Ob es sich hierbei um eine "relevante Spur" oder nur um eine Irreführung durch einen falschen Hinweis handelt, kann bis dato nicht abschließend bewertet werden. Aus kriminalistischer Sicht ist jedoch eine Suchmaßnahme erforderlich.

Durch die Ermittlungsgruppe wurden in diesem Zusammenhang in den letzten Wochen weitere Maßnahmen geplant, so dass die Ermittler seit dem frühen Montagmorgen den betreffenden Bereich zusammen mit Spezialisten sondierten und auch punktuell Grabungsarbeiten in dem Gebiet in der Region Bergen (Dumme) durchführten.

Die Maßnahmen und Arbeiten werden am morgigen Tag fortgeführt. Neben Polizeikräften der Technischen Einsatzeinheit (TEE) Niedersachsen und Polizeihunden unterstützen insbesondere das THW Berlin, zwei forensische Anthropologen des UKE Hamburg sowie ein Archäologe des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege temporär die Arbeit der Ermittlungsgruppe.

Parallel zu den polizeilichen Maßnahmen bittet die Ermittlungsgruppe den Hinweisgeber auch gegebenenfalls abermals anonym über das BKMS-System Kontakt mit den Ermittlern aufzunehmen.

Die weiteren Ermittlungen im Gesamtkomplex, auch losgelöst von dem mysteriösen Hinweis auf einen möglichen "Ablageort", dauern an.

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