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Mehrzweckzentrum in Bienenbüttel: CDU/UWG/FDP-Gruppe im Kreistag will zwei Millionen Euro an Förderung

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Von: Lars Lohmann

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Die Ilmenauhalle in Bienenbüttel
Die Ilmenauhalle in Bienenbüttel steht inzwischen seit Jahren leer. Für die neue Mehrzweckhalle soll der Landkreis statt einer Million jetzt zwei Millionen Euro geben, hat die CDU/UWG/FDP-Gruppe jetzt beantragt. © Wiepcke, Jannis

Der Haushaltsausschuss des Kreises Uelzen hat sich mit einem Antrag der Mehrheitsgruppe von CDU/UWG/FDP beschäftigt. Inhalt: Der Zuschuss für die Bienenbütteler Mehrzweckhalle soll erhöht werden.

Bienenbüttel/Landkreis – Gibt es mehr Geld vom Landkreis für den Bau des neuen Mehrzweckzentrums in Bienenbüttel? Geht es nach der Mehrheitsgruppe von CDU/UWG/FDP im Kreistag könnte die Einheitsgemeinde mit einer höheren Fördersumme rechnen. Im Haushaltsausschuss des Landkreises beantragte Friederike Franke (CDU), dass der Kreis statt einer Million Euro zwei Millionen zum Bau der neuen Mehrzweckhalle zuschießt. Damit geht der Antrag über den ursprünglichen der UWG hinaus, der lediglich eine Anpassung an die prozentualen Preissteigerungen gefordert hatte.

„Das Delta können wir als Gemeinde nicht allein tragen“, erklärte Friederike Franke. Jüngste Schätzungen gingen von mindestens 14,5 Millionen Euro an Kosten aus. Ursprünglich war vonseiten der Gemeinde mit 8,8 Millionen Euro gerechnet worden.

Zudem drängt die Zeit. „Wenn wir nicht 2023 starten, verfallen andere Fördermittel. Dann ist das Ehrenamt in Bienenbüttel platt und liegt am Boden“, sagte Friederike Franke. Vor allem für den TSV Bienenbüttel und die anderen Vereine sei die Zeit ohne Halle eine immense Herausforderung. Aber auch für Kinder und Jugendliche, die vor Ort keine Sportmöglichkeit mehr hätten. „Der TSV ist inzwischen seit Jahren heimatlos“, sagte sie.

Der Argumentation könne er in weiten Teilen folgen, auch wenn er sie nicht so zugespitzt formuliert hätte, erklärte Heiner Scholing (Grüne). Aber es gehe in Anbetracht einer angespannten Haushaltslage auch um die Frage, was sich der Kreis leisten könne. Es müsse darum gehen, jetzt gemeinsam auf die Projekte zu schauen und zu klären, was machbar sei. Sein Ergebnis: „Es ist für mich nicht schön, aber das können wir nicht machen“, sagte er. Man habe die Verantwortung, gewissenhaft mit den Mitteln des Kreises umzugehen.

„Es geht darum, zu verhindern, dass Sand in die Getriebe der Projekte kommt“, erklärte hingegen Karsten Jäkel (CDU). Daher sei es richtig, die Fördersumme zu erhöhen. Und es müsse möglichst schnell entschieden werden.

Eine Empfehlung, die Fördermittel von einer auf zwei Millionen Euro zu erhöhen, traf der Ausschuss aber nicht. Vielmehr wurde das Thema mit sechs zu drei Stimmen noch einmal an die Fraktionen und Gruppen verwiesen.

„Der Antrag ist eine neue Lage“, erklärte dazu Hans-Peter Hauschild (SPD). Und es müssten noch einige Fragen beantwortet werden. So zum Beispiel, ob die Gemeinde die nicht durch Fördermittel gedeckten sechs Millionen Euro zur Finanzierung aufbringen kann.

Die Entscheidung soll laut Landrat Dr. Heiko Blume im Zuge der Haushaltsberatungen bald fallen. „In diesem Jahr herrscht Klarheit“, sagte er.

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