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Schwerlastverkehr hat zugenommen – Ein Sprachrohr für die B 4-Anrainer

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Von: Lars Lohmann

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Lkw fahren auf der B4
Der Schwerlastverkehr auf der Bundesstraße habe noch einmal zugenommen, sagt der zweite Vorsitzende der Bürger-initiative B 4, Andreas Feige. © Lohmann, Lars

Die Orte entlang der Bundesstraße 4 ächzen unter dem täglichen Verkehr. Jetzt haben sich Einwohner aus Melbeck, Grünhagen, Bienenbüttel, Bargdorf, Jelmstorf und Tätendorf-Eppensen gemeinsam zur Bürgerinitiative B 4 (BI B4) zusammengeschlossen.

Grünhagen/Jelmstorf - Ihr Ziel ist es laut dem zweiten Vorsitzenden Andreas Feige, konkrete Verbesserungen für die Bürger vor Ort zu erreichen und auf die extreme Belastung durch den Schwerlast- und Durchgangsverkehr aufmerksam zu machen. Eine erste Veranstaltung, bei der die Bürger ihre Vorschläge, Anliegen und Ideen vorbringen können, findet an diesem Sonnabend ab 16 Uhr auf dem Sportplatz in Jelmstorf statt.

„Wir wollen gemeinsam Anträge stellen und es macht schon was her, wenn Einwohner aller Orte entlang der B 4 zwischen Lüneburg und Uelzen daran beteiligt sind“, sagt der Grünhagener. Er hoffe, dass die Orte dadurch mehr Gehör bei der Landesstraßenbaubehörde zu finden. Bisher sei es so gewesen, dass Forderungen und Ideen einzelner Orte eher beiseite gewischt worden wären, sagt der langjährige Ortsvorsteher von Grünhagen. „Jetzt haben wir mehr Gewicht“, meint Feige.

Trotz der richtigen und wichtigen Einführung von Tempo 80 auf der Strecke zwischen Uelzen und Lüneburg gibt es laut Feige weiterhin Probleme auf der B 4. „Der Schwerlastverkehr hat noch einmal immens zugenommen“, sagt er. So sei es zu den Stoßzeiten sehr schwierig, von Eitzen I und Beverbeck kommend in Grünhagen nach links in Richtung Lüneburg auf die B 4 abzubiegen. „Viele biegen zunächst nach rechts ab, um dann auf den Parkplatz des Italieners zu fahren, um dann rechts in Richtung Lüneburg abzubiegen“, schildert Feige. Eine Folge sei auch, dass viele Autofahrer gleich auf die L 233 ausweichen und der Verkehr so nach Ebstorf verlagert wird.

Doch nicht nur die Interessen der Autofahrer und Pendler müssten berücksichtigt werden, sondern auch die der Fußgänger und Radfahrer, die sicher die Straße überqueren wollen. „Jelmstorf ist zum Beispiel in zwei Teile gespalten, da kann es schon schwierig sein, mal jemanden auf der anderen Seite der Straße zu besuchen“, sagt Feige. Daher wolle sich der Verein auch für Bedarfsampeln und weitere Zebrastreifen einsetzen. „Auch Fußgänger und Fahrradfahrer wollen Sicherheit“, sagt er. Das funktioniere nur, wenn die Verkehrsteilnehmer Rücksicht aufeinander nehmen. Dafür möchte der Verein sensibilisieren.

Außerdem sei es ein Ziel des Vereins, in die Planungen für den 2+1-Ausbau der B 4 einbezogen zu werden. „Dort müssen die Anwohner frühzeitig informiert werden und nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden“, betont Feige. So stelle sich zum Beispiel die Frage, wie die Bargdorfer in Zukunft auf die Bundesstraße kommen sollen. Wird es dort in Zukunft eine Ampel geben oder wird ein Kreisel gebaut? Hier wolle der Verein dafür sorgen, dass die Interessen der Anwohner gehört und berücksichtigt werden.

Die BI selbst hat sich personell so aufgestellt, dass aus jeder der Ortschaften eine Person im Vorstand oder im erweiterten Vorstand sitzt. Erste Vorsitzende ist die Jelmstorferin Sonja Reimann. Veranstaltungen sollen zunächst im Rhythmus von vier bis fünf Wochen stattfinden.

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