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Bürgerinitiative B4 sieht A39 als langfristige Lösung des Verkehrsproblems

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Von: Jannis Wiepcke

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Umgefahrene Leitpfosten entlang der B4
Die BI B4 sieht die A39 als langfristige Lösung der Verkehrsprobleme – etwa der hohen Lautstärke und der Unfallgefahr – in den Gemeinden entlang der B4. © Bieling, Daniel

Die Bürgerinitiative B4 hat sich nach anfänglicher Zurückhaltung klar für die A39 ausgesprochen. Die Autobahn betrachtet sie als langfristige Lösung, um die Verkehrsprobleme entlang der Bundesstraße 4 zu beheben. 

Bienenbüttel/Grünhagen/Jelmstorf - Für die Mitglieder der Bürgerinitiative B4 steht fest: Lautstärke, Abgase, Erschütterungen und vor allem die Unfallgefahr an der Bundesstraße 4 müssen deutlich reduziert werden – und das am besten so schnell wie möglich. „Der Schwerpunkt unserer Arbeit ist die kurzfristige Entlastung der B4-Kommunen durch verschiedene Maßnahmen“, erklärt die Vorsitzende Sonja Reimann. Auf ihrer jüngsten Vorstandssitzung hat die Bürgerinitiative nun aber auch klargestellt, wie sie sich eine langfristige Lösung des Verkehrsproblems entlang der Bundesstraße vorstellt: „Die BI B4 bekennt sich zur A39“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Eine solch eindeutige Positionierung hatte die Bürgerinitiative bisher unterlassen. Vielmehr setzte sie auf einen offenen Meinungsaustausch, aus dem neue Lösungsansätze für das Verkehrsproblem gewonnen werden sollten. Weil diese zurückhaltende Vorgehensweise von Politikern und Bürgern im Wahlkampf aber gegen die BIB4 verwendet worden sei, habe man sich zu der Klarstellung entschlossen.

Insbesondere den im Wahlkampf aufgekommenen Vorwurf, sie sei durch einzelne Landtagskandidaten – konkret wird der Lüneburger SPD-Landtagskandidat Philipp Meyn genannt – instrumentalisiert worden, weißt die Bürgerinitiative in der Pressemitteilung ausdrücklich zurück. Die BI B4 arbeite mit allen demokratischen Parteien zusammen und freue sich über deren Unterstützung.

„Wir begrüßen es, wenn Landtagskandidaten und andere Politikerinnen und Politiker unsere Forderungen teilen und gemeinsam an Lösungen arbeiten“, sagt der stellvertretende Vorsitzende der BI B4 Andreas Feige. „An diesen Versprechen werden die Kandidaten als Abgeordnete dann gemessen“, ergänzt er. So habe es in der Vergangenheit Treffen und Diskussionen mit Politikerinnen und Politikern unterschiedlicher Parteien gegeben, die auf die BI B4 zugegangen seien. SPD-Landtagskandidat Philipp Meyn sei zwar Mitglied der Bürgerinitiative, habe aber zu keinem Zeitpunkt Einfluss auf Forderungen von ihr genommen.

Durch die eindeutige Positionierung hofft die Bürgerinitiative nun, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit wieder auf ihr eigentliches Kernthema lenken zu können: „Die A39 bringt uns langfristig eine spürbare Entlastung, aber wir wollen kurzfristig Verbesserungen und nicht noch weitere Jahrzehnte warten“, sagt Sonja Reimann.

Zuletzt hat die Bürgerinitiative am 14. September – dem sogenannten „Tag der Ruhe“ – an verschiedenen Stellen entlang der B4 eine Lärmmessung durch die Mitglieder durchführen lassen. Die Ergebnisse deuteten demnach darauf hin, dass besagte Ruhe an der Bundesstraße nicht zu finden ist. Vielmehr herrsche dort ein Lärmpegel vor, bei dem nicht nur die Lebensqualität, sondern auch die Gesundheit der Anwohner leide.

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