Literatur jenseits des Mainstreams

Buchwoche Bienenbüttel startet am 1. November: An acht Orten werden Werke vorgestellt

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Kleine Verlage und Autoren stellen ihre Werke vor, so lautet das Konzept der Buchwoche Bienenbüttel. So hat Juliana Kálnay im vergangenen Jahr ihren Roman vorgestellt. Am 11. November startet die neunte Auflage der Buchwoche. 

Bienenbüttel. Werke und Autoren kleinerer Verlage abseits des Mainstreams der Branchenriesen stehen bei der Buchwoche Bienenbüttel traditionell im Mittelpunkt.

Bei der inzwischen neunten Auflage der Veranstaltung, die am Donnerstag, 1. November, um 19.30 Uhr in der Buchhandlung Patz in Bad Bevensen beginnen wird, heißt es dann wieder: „Es geht um das Buch“.

Dieses langjährige Motto der Kurt-Wolff-Stiftung ist das Leitmotiv beim „Freundeskreis Buchwoche“. Der 2016 aus der Taufe gehobene Verein hat es sich zum Ziel gemacht, literarische Veranstaltungen in der Region zu fördern und zu unterstützen. Hauptaugenmerk liegt vor allem auf den kleinen und unabhängigen Verlagen und ihrem Programm. Größtes gefördertes Projekt ist nach wie vor die Buchwoche Bienenbüttel, erklärt Vorsitzende Annabel von Engelbrechten. „Die jährlich stattfindende Buchwoche Bienenbüttel ist zu einem kulturellen Highlight in der Region geworden.“ Die Veranstaltungen finden an acht verschiedenen Orten statt – vom Gasthaus bis zum Kloster.

Den Auftakt am 1. November bestreiten die Verleger Jan Karsten und Zoë Beck, die 2013 den Verlag Culturbooks gegründet haben. Der Programmschwerpunkt liegt bei preisgekrönten, jungen, internationalen Autoren der Gegenwartsliteratur. Die beiden Verleger geben Einblick in den Verlagsalltag und die Buchbranche. Außerdem liest die Übersetzerin Zoë Beck zum Abschluss aus „Was du nicht hast, das brauchst du nicht“ von Helen Oyeyemi. Die Autorin wurde 1984 in Nigeria geboren und wuchs in England auf. Sie steht unter anderem auf der Liste der „Best Young British Novelists“.

Das Ziel, vergessene Autoren oder übersehene Klassiker des 20. Jahrhunderts aus Ost- und Nordeuropa sichtbar zu machen, hat der Verleger Sebastian Guggolz, der am Sonntag, 4. November, um 19 Uhr in der Buchhandlung Patz in Bienenbüttel „Stromern“ von Andor Endre Gelléri vorstellt. Der ungarische Schriftsteller starb 1945 wenige Tage nach der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen. In seinem Werk beschreibt der Autor die existenziellen Ängste der Protagonisten in Budapest im Zuge der Weltwirtschaftskrise.

Spannend wird es am Montag, 5. November, um 19.30 Uhr im Gasthaus Zur Eiche in Edendorf, wenn Kathrin Hanke und Claudia Kröger aus ihrem neuen Kriminalroman „Mordheide“ lesen. Maritim wird es hingegen einen Tag später um 19.30 Uhr, wenn Stephanie Daut vom Verlag Mare und die Autorin Anna von Canal mit ihrem Roman „White Out“ im Kloster Medingen zu Gast sind.

In der Rübenburg von Schnurbeins, Golster Straße 42 in Natendorf, stellt sich die Kurt-Wolff-Stiftung am 7. November um 19.30 Uhr vor. Außerdem liest die Autorin Sophie Sumburane aus ihren Werken. Beim Fotografen Bernd Uhde in Eitzen I geht es am folgenden Tag um 19.30 Uhr um die Kunst und Bücher. Dort werden zwei Bücher des Fotografen Andreas Herzau – eines aus seiner Werkserie und eines zur Reichspogromnacht – vorgestellt.

An die Buntstifte, fertig, los heißt es, wenn Annika Kamms Buch „Geburtstag“ am 10. November in der Gemeindebücherei vorgestellt wird. Der Abschluss der Buchwoche am folgenden Tag findet in Grifkendorf, Nr. 38, statt. Thomas Fritz stellt in der Galerie des Merlin-Verlages sein Buch „Kinder des Labyrinths“ vor.

Von Lars Lohmann

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