Ein Dreilinger beim Feuerwehrflugdienst

Brandschutz aus der Vogelperspektive

Eine Besatzung des Feuerwehrflugdienstes Lüneburg: Pilot Hartmut Dittmer (von links), Förster Robert Demol und Feuerwehrmann Thomas Schröder aus Dreilingen.
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Eine Besatzung des Feuerwehrflugdienstes Lüneburg: Pilot Hartmut Dittmer (von links), Förster Robert Demol und Feuerwehrmann Thomas Schröder aus Dreilingen.

Dreilingen/Lüneburg – Nicht nur das digitale Kamerasystem der Landesforsten hält aufgrund der aktuellen Trockenphase Ausschau nach Wald- und Flächenbränden (AZ berichtete), auch der Feuerwehrflugdienst leistet hierzu seinen Beitrag.

Seit mehreren Tagen hebt die Cessna 206H „Stationair“ regelmäßig von Lüneburg aus ab, um den Raum in Nordostniedersachsen zu überwachen. Das Einsatzgebiet reicht vom Landkreis Uelzen bis zur Grenze nach Schleswig-Holstein und von Buchholz/Nordheide bis nach Arendsee. An Bord befinden sich drei Besatzungsmitglieder in wechselnder Besetzung. Mit dabei: der Dreilinger Feuerwehrmann Thomas Schröder.

Seit mehr als 15 Jahren fliegt der Dreilinger in dem kleinen roten Flugzeug mit. „Da ich selbstständig bin, kann ich meine Zeit gut einteilen und auch unter der Woche mitfliegen. Andere Kollegen schaffen das oft nur am Wochenende“, so Schröder. Nicht jeder Brandbekämpfer könne diese Aufgabe übernehmen. „Man muss natürlich flugtauglich sein.

Ziel ist der Schutz von Natur und Heimat

Also wenn man sich oben übergeben muss, kann man das nicht machen.“ Außerdem seien spezielle Feuerwehrlehrgänge nötig. „Ich habe unter anderem den Zugführerlehrgang. Der ist im Brandfall wichtig für die Kommunikation mit dem Bodenpersonal, damit man die gleiche Sprache spricht.“ Sprache bedeutet in diesem Fall, dass Anweisungen und Begrifflichkeiten unmissverständlich bei allen Beteiligten ankommen. Außer dem Feuerwehrmann fliegen noch ein Förster als Spezialist und natürlich ein Pilot mit.

Bei Erkennen einer Rauchentwicklung oder eines Feuers wird die zuständige Leitstelle oder Feuerwehr zeitgleich alarmiert, um möglichst wenig Zeit verstreichen zu lassen. Der klare Vorteil des Feuerwehrflugdienstes sei es, dass Thomas Schröder direkt per Sprechfunk die zuständige Einsatzleitstelle oder die aktiven Fahrzeuge ansprechen und so eine genaue Lagemitteilung zum Einsatzort geben kann. Des Weiteren werde aus der Luft eine Lagebeurteilung abgegeben, um es der Einsatzleitung zu erleichtern. Auch da kommt die digitale Brandkamera zum Einsatz.

„Ich denke, dass beide Systeme parallel für die Zukunft aufgrund der klimatischen Veränderung von großer Bedeutung bleiben. Ziel ist es, gemeinsam uns für den Schutz unserer Natur und Heimat einzusetzen“, sagt Thomas Schröder. (acu)

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