Nach Bombenentschärfung: Evakuierung aufgehoben / Bahnhof Lüneburg wieder für Züge erreichbar

Bombe in Lüneburg erfolgreich entschärft

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Die 75 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg konnte erfolgreich vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen entschärft werden. 

pm/jsf Lüneburg. Die Hansestadt Lüneburg vermeldet soeben den Fund einer weiteren Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg. Diese wurde bei Bauarbeiten im Bereich Spechtweg/Eulenweg am frühen Donnerstagmorgen entdeckt.

+++ Update, 17.14 Uhr +++

Mehr als 130 Einsatzkräfte beteiligt

Nach Räumung des wegen der Bombenentschärfung abgesperrten Bereichs konnte Sprengmeister Michael Tillschneider vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen die Fliegerbombe um 16.25 Uhr unschädlich machen. Insgesamt waren mehr als 130 Einsatzkräfte von Polizei (unter anderem Bereitschaftspolizei Lüneburg), Stadt Lüneburg, Rettungsdienste und Feuerwehr für die Sicherheit der Lüneburger Bürgerinnen und Bürger im Einsatz.

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+++ Update, 17.03 Uhr +++

Blindgänger entschärft und Evakuierung wieder aufgehoben

Auch die 15. Evakuierungsaktion wegen eines Blindgängers seit 2014 konnte glücklich beendet werden teilt Suzanne Moenck, Pressesprecherin der Hansestadt Lüneburg mit. Die 75 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe konnte kurz vor 16.30 Uhr - also zwei Stunden nach Beginn der Evakuierung - entschärft werden. Alle evakuierten Gebiete sind mittlerweile wieder freigegeben. Die Evakuierung und Entschärfung der Bombe musste deshalb so zügig durchgeführt werden, da der Blindgänger bereits bewegt worden war. Dann ist keine Zeit zu verlieren.

Die Hansestadt Lüneburg dankt allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr, ASB und DRK sowie allen betroffenen Lüneburgerinnen und Lüneburgern. Dank der guten Kooperation ist wieder alles reibungslos gelaufen.

Der Blindgänger An der Soltauer Bahn wurde bei einer planmäßigen Sondierung eines Privatgrundstücks aufgefunden. An der Stelle sollen vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 18 Wohnungen entstehen. Die Sondierung ist noch nicht abgeschlossen, so dass mit weiteren Funden immer noch gerechnet werden muss. Aktuell ist dort bereits eine weitere Abweichung vom normalen Bodenbild aufgefallen - woher genau sie rührt, ob aus altem Metall im Boden oder möglicherweise einem weiteren Blindgänger, lässt sich erst in einigen Tagen sagen. Das Grundwasser steht dort zu hoch und muss erst abgesenkt werden, um genauere Untersuchungen vornehmen zu können.

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+++ Update, 16.35 Uhr +++

Nach erfolgreicher Bombenentschärfung: Sperrung RE 3 im Bereich Lüneburg aufgehoben

Wie ein Sprecher der metronom Eisenbahngesellschaft soeben mitteilt, kann der Bahnhof Lüneburg nun von Zügen wieder uneingeschränkt angefahren werden.

Die Verspätungen auf der Gesamtstrecke Hamburg-Lüneburg-Uelzen bleiben jedoch noch einige Zeit bestehen.

Der Streckenabschnitt Uelzen-Bienenbüttel ist weiterhin gesperrt. Ersatzweise fahren inzwischen 8 Busse zwischen Uelzen - Bad Bevensen - Bienenbüttel.

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+++ Update, 16.30 Uhr +++

Laut Auskunft von Polizeisprecher Kai Richter wurde die Bombe mittlerweile erfolgreich entschärft.

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+++ Update, 16.05 Uhr +++

Das Gebiet ist evakuiert. Der Kampfmittelräumdienst beginnt mit der Arbeit.

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+++ Update, 15.35 Uhr +++

Blindgängerfund aktuell: Rund 560 Einwohner sind von Evakuierung betroffen

Wegen des Blindgänger-Einsatzes im Wilschenbruch müssen diverse Straßen und Häuser evakuiert werden. Betroffen sind rund 560 Anwohner aus den Wohngebieten Wilschenbruch und Schäferfeld. Die Evakuierung läuft seit 14.30 Uhr. Die Stadt richtet Shuttle-Busse für betroffene Anwohner ein.

Diese starten von der Bushaltestelle Waldfriedhof (Göxer Weg), um Bewohner aus dem Schäferfeld in das Notquartier St.-Stephanus-Gemeindezentrum zu bringen. Eine zweite Linie fährt von einer provisorischen Haltestelle an der Ecke Habichtsweg/Finkenweg zur Mensa der St.-Ursula-Schule. Die nächsten Busse fahren 15 Uhr und um 15.30 Uhr. In den beiden Notquartieren werden die Betroffenen von Mitarbeitern der Stadt und des ASB betreut und mit Getränken versorgt.

Von der Evakuierung betroffen sind auch Gewerbetreibende in dem Gebiet. Zudem ist das Kanufahren auf der Ilmenau ab dem Nachmittag in dem betroffenen Gebiet nicht mehr erlaubt. Darüber hinaus wird der Supermarkt Lidl an der Willy-Brandt-Straße wegen des Blindgänger-Einsatzes schließen und der anliegende Parkplatz abgesperrt.

Auch der Bahnverkehr zwischen Hamburg und Hannover über Lüneburg und Uelzen sowie die Strecken Richtung Dannenberg und Soltau ist von der Entschärfung des Blindgängers betroffen. Fahrgäste sollten sich hier ab dem Nachmittag auf Verzögerungen und mögliche Zugausfälle einstellen.

Die Stadt beantwortet Fragen zur Evakuierung am Bürgertelefon unter der Telefonnummer (0 41 31) 30 93 100.

Über aktuelle Entwicklungen und den genauen Zeitpunkt der Entschärfung informiert die Hansestadt ihre Bürgerinnen und Bürger sowie Medien auf den bekannten Info-Kanälen der Hansestadt:

www.hansestadtluenburg.de
www.facebook.com/hansestadtluenburg/
twitter.com/hansestadtLG

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+++ Update, 13.45 Uhr +++

Mitteilung metronom - Einschränkung des Bahnverkehrs

+++ Vorankündigung: Sperrung RE 3 im Bereich Lüneburg +++

Wegen der Bombenentschärfung bei Lüneburg wird es voraussichtlich ab 15 Uhr zu Einschränkungen im Bahnverkehr von und nach Lüneburg kommen.

Nach aktuellem Stand wird der Bahnhof Lüneburg von zirka 15 bis 18 Uhr gesperrt sein. Alle metronom-Züge aus Hannover/Uelzen mit Richtung Hamburg enden in Bienenbüttel. Alle metronom-Züge aus Hamburg mit Richtung Uelzen können noch bis Lüneburg fahren und enden dort.

Ein Ersatzverkehr mit Bussen kann nicht eingerichtet werden. Wir bitten alle Fahrgäste, sich darauf einzustellen.

Noch liegen uns nicht alle Informationen vor. Sobald konkrete Sperrzeiten vorliegen, informieren wir erneut.

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+++ Update, 13.15 Uhr +++

Notquartiere sind eingerichtet

Die Vorbereitungen für den Blindgänger-Einsatz, der heute Nachmittag stattfindet, laufen auf Hochtouren. Was jetzt schon fürs Erste feststeht, sind der Straßenradius für die Evakuierungen und die beiden Notfallquartiere, die die Hansestadt für jene Personen einrichtet, die sonst nicht wissen wohin, wenn sie ihre Häuser und Wohnungen räumen müssen.

Das St.-Stephanus-Gemeindezentrum ist Anlaufstation für alle, die aus dem Bereich Schäferfeld kommen. Die St.-Ursula-Schule wurde als Notfallquartier für diejenigen eingerichtet, die aus dem sonstigen Evakuierungsgebiet kommen. Ab etwa 14 Uhr sind die Quartiere eingerichtet. Es werden auch wieder Shuttle-Busse fahren.

Anbei eine Liste der Straßen und Hausnummern, deren Bewohner heute Nachmittag evakuiert werden müssen. Die genaue Uhrzeit, wann die Evakuierung starten soll, folgt - hier gilt wie immer, je eher das betroffene Gebiet menschenleer ist, desto schneller kann der Blindgänger entschärft werden.

Straßenliste für die Evakuierung am 16.8.2018 (wo keine Hausnummer genannt ist, ist die ganze Straße betroffen):

  • Am Hang
  • Amselweg
  • An der Roten Bleiche 1A, 2, 3
  • An der Soltauer Bahn
  • An der Wittenberger Bahn 10, 12
  • Bülowstraße 1, 1A
  • Bussardweg
  • Dachssteig 26, 28, 38, 40
  • Drosselweg
  • Eichhornweg 2, 4, 6, 6A, 7, 9
  • Eulenweg 2, 2A, 4, 4A, 6, 8, 10, 12, 14, 15, 15A, 17, 19, 21, 23, 27
  • Falkenhorst
  • Finkenweg
  • Habichtsweg
  • Harvey-Benjamin-Fuller-Straße 1, 5
  • Heidschnuckenweg 2, 3, 4, 5, 6, 7
  • Igelweg 2, 2A, 4, 4A, 6, 6A, 8, 8A, 8B, 8C, 8D, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 24, 24A, 26
  • Im Winkel
  • In den Stuken
  • Pirolweg
  • Rehhagen 9, 11, 13, 15, 17, 19, 20, 21, 23
  • Reiherstieg 1, 2, 3, 4
  • Spechtsweg
  • Sperberweg 15A, 17, 19, 21, 23, 24, 28

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Die Polizei sperrte in der Folge den Fundort ab und alarmierte Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes. Bei dem Sprengkörper handelt sich nach derzeitigem Stand um eine 75 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg, die noch heute vor Ort "unschädlich" gemacht werden soll.

Der 500-Meter-Radius um die Fundstelle.

Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Hansestadt bereiten derzeit Sperr- und Evakuierungsmaßnahmen für die Entschärfung im Umkreis von 500 Metern vom Fundort der Bombe vor. Betroffen sind davon die Bewohner im nördlichen Ortsteil Wilschenbruch sowie teilweise Wohnhäuser westlich des Deutsch-Evern-Wegs.

Weitere Infos, eine detaillierte Übersicht der betroffenen Wohnhäuser und eine Übersichtskarte folgen teilt die Stadt mit.

+++ Mitteilung der Stadt Lüneburg zur Bombenentschärfung im Stadtteil Wilschenbruch +++

Die Stadt wird für die Bewohner für die Dauer des Einsatzes Räumlichkeiten als Notunterkunft einrichten. Parallel wird die Stadt Lüneburg in Kürze unter der Telefonnummer (0 41 31) 30 93 100 eine Hotline schalten.

Diese Maßnahmen sind für die Nachmittagsstunden des heutigen Tages ab 14 Uhr geplant. Neben der Hauptverkehrsader Friedrich-Ebert-Brücke (die aktuell aufgrund von Bauarbeiten gesperrt ist) wird für die eigentliche Entschärfung auch der Bahnverkehr Lüneburg - Uelzen und Lüneburg - Dannenberg durch eine Sperrung betroffen sein.

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert. 

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