1. az-online.de
  2. Uelzen
  3. Bienenbüttel/Lüneburg

Vermisste Kinder (4/6) werden elf Kilometer entfernt am Feuerwehrhaus entdeckt

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Lars Becker

Kommentare

Der Polizeihubschrauber über Wildeshausen.
Ein Polizeihubschrauber wurde bei der Suche nach den vermissten Kindern ebenfalls eingesetzt. © Kramer

Eltern in Lüneburg und in Bleckede haben am Dienstag und Mittwoch große Ängste ausgestanden: Nachdem zunächst am Dienstag ein Sechsjähriger nach dem Schulbesuch nicht am vereinbarten Treffpunkt in der Lüneburger Innenstadt aufgetaucht war, wurden am Mittwoch in Bleckede ein Vier- und ein Sechsjähriger ebenfalls vermisst. In beiden Fällen aber gab es ein glückliches Ende.

Bleckede/Lüneburg – Am Mittwochmittag gegen 12.30 Uhr waren plötzlich zwei Jungen nicht mehr im Bereich des Waldkindergartens Waldwichtel Bleckede auffindbar. Die Polizei wurde eingeschaltet, die bei der Suche auch einen Hubschrauber einsetzte.

Außerdem wurden Hunde aus der Diensthundeschule der Bundespolizei in Bleckede hinzugezogen, parallel suchten Eltern in Autos die Gegend ab – alles ohne Ergebnis.

80 Feuerwehrkräfte aus sechs Wehren alarmiert

Die Feuerwehr wurde deshalb laut Polizeisprecher Kai Richter ebenfalls großflächig alarmiert. Sechs Feuerwehren mit gut 80 Einsatzkräften steuerten den Sammelplatz am Ortsausgang von Bleckede an. In sozialen Netzwerken äußerten sich viele Menschen aus der Region besorgt.

Als Einsatzkräfte der Wehr aus Bleckede-Walmsburg an ihrem Gerätehaus eintrafen, trauten sie ihren Augen kaum: Dort standen die kleinen Jungen, die bis dorthin unweit der Elbe durch den Wald sage und schreibe elf Kilometer zurückgelegt hatten. „Alter und Namen passten – bis zum Eintreffen von Polizei und Rettungswagen wurden die beiden ins Feuerwehrauto mit Blaulicht gesetzt und betreut“, teilte die Feuerwehr Bleckede mit.

Sechsjähriger wollte möglichst wenig Umstände machen

Am Dienstagnachmittag hatte sich eine Mutter an die Polizei gewandt, die ihren sechs Jahre alten Sohn vermisste. Auch hier wurden umfangreiche Fahndungsmaßnahmen angeleitet.

Nach über zwei Stunden konnte der Junge dann wohlbehalten auf dem Nachhauseweg angetroffen werden. Er hatte sich zu Fuß auf den Weg nach Hause gemacht, um möglichst wenig Umstände zu machen, so die Polizei. Der Junge wurde zu seiner überglücklichen Mutter gebracht.

Auch interessant

Kommentare