Bistro im Bahnhof

Der Bienenbütteler Bahnhof wird umfangreich saniert, umgebaut und dann verpachtet – im März 2011 soll hier ein Gastronomiebetrieb seine Türen öffnen.

Bienenbüttel - Von Ines Bräutigam. Der Bienenbütteler Bahnhof wird aus seinem Dornröschenschlaf geweckt: Nach jahrelangem Leerstand hat die R & T Projektmanagement GmbH aus Melbeck das Gebäude gekauft und ist zurzeit damit beschäftigt, das Hauptgebäude samt Anbau aufwändig zu sanieren. Rund 250 000 Euro werden in die Rundum-Erneuerung investiert, erklärt Christopher Tieding, Geschäftsführer und Einkaufsleiter der R & T Projektmanagement-Gesellschaft. Anschließend soll der Bienenbütteler Bahnhof verpachtet werden.

So wird der etwa 460 Quadratmeter große Bahnhof zurzeit vollständig entkernt. Eine neue Heizung wird dort eingebaut, von innen wird das gesamte Gebäude gedämmt. Die Außenfassade samt Dach und Fenstern wird sorgsam erneuert. „Alles wird in Abstimmung mit der Dorferneuerung umgesetzt“, betont Tieding, denn schließlich soll sich der Bienenbütteler Bahnhof – vor dem, wie berichtet, zurzeit auch der große Kreisverkehr gebaut wird – nach der Sanierung harmonisch in das Ortsbild einfügen.

Eine Verwendung für das sanierte Bahnhofsgebäude ist auch schon in Sicht. „Es wird hier eine gastronomische Nutzung geben“, kündigt Christopher Tieding an, einen Pächter gebe es schon. Mehr wird aber nicht verraten. Nur so viel: Wegen der Lage direkt an den Bahngleisen wird es in dem zweigeschossigen Teil des Gebäudes sicher kein 5-Sterne-Restaurant werden, sondern eher eine Art Bistro. In dem angebauten eingeschossigen Bahnhofsteil (rechts vom Haupteingang) gibt es noch Raum für Ideen. Denkbar, so wagt Tieding, sei zum Beispiel ein Fahrradverleih und/oder eine Fahrradreparaturwerkstatt. „Ob das realistisch ist, ist noch offen“, sagt er, „wir müssen da nochmal an einige Leute heran treten.“ Wer an einer entsprechenden Nutzung interessiert ist, kann außerdem mit der R & T Projektmanagementgesellschaft Kontakt aufnehmen.

Weil in Bienenbüttel sowieso schon mächtig am Kreisverkehr gebaut wird, wollen auch die Investoren diese Bauphase nutzen, das Bahnhofsgebäude flott zu machen. Und die Ansprüche an die zukünftige Optik sind hoch. „Wenn wir das machen, machen wir es auch richtig“, sagt Christopher Tieding. Der Innenausbau soll bis zum März kommenden Jahres abgeschlossen sein; dann will auch der Gastronom seinen Betrieb aufnehmen.

Für Tieding und seinen Mitgesellschafter Jörg Rebstock ist es übrigens nicht der erste Bahnhof, den sie zu neuem Leben erwecken: Auch den Bahnhof in Melbeck haben die beiden saniert, außerdem die Melbecker Gemeindeverwaltung umgebaut und verschiedene private und öffentliche Projekte im gesamten Lüneburger und Hamburger Raum umgesetzt.

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