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Bienenbütteler Ortsbrandmeister Marcus Krahn schaut auf das vergangene Jahr zurück

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Von: Jannis Wiepcke

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Einsatzräfte der Bienenbütteler Feuerwehr löschen einen Böschungsbrand in Bienenbüttel
Laut Bienenbüttels Ortsbrandmeister Marcus Krahn waren die meisten Einsätze im Jahr 2021 „vom Umfang eher klein“. Im April löschten die Einsatzkräfte diesen Böschungsbrand an den Bahngleisen in Bienenbüttel. © Privat

Ein herausforderndes, von der Pandemie geprägtes Jahr“: Die Jahresbilanz der Ortsfeuerwehr Bienenbüttel auf Facebook liest sich fast so ernüchternd wie die des vorherigen Jahres. Doch so spürbar wie die Einschränkungen, mit denen die Einsatzkräfte zu kämpfen hatten, war im zurückliegenden Jahr erfreulicherweise auch der Zuwachs an Mitgliedern, wie Ortsbrandmeister Marcus Krahn im AZ-Gespräch berichtet.

Bienenbüttel - „Das war durchweg positiv, von der Kinderfeuerwehr bis in den aktiven Bereich“, zeigt sich Krahn angesichts der Zahlen erfreut und überrascht. Einzelne personelle Abgänge habe die Bienenbütteler Feuerwehr „durch den Zuwachs kompensiert“, so dass in diesem Jahr im aktiven Bereich ein Plus von 15 Mitgliedern und damit nun insgesamt 60 aktive Mitglieder in der Bienenbütteler Feuerwehr zu verzeichnen seien. In den Jugendfeuerwehren sieht es den Angaben des Ortsbrandmeisters zufolge ähnlich gut aus, die genauen Zahlen lagen ihm zum Zeitpunkt des Gespräches aber nicht vor.

Auch in diesem Jahr haben Hygienevorschriften und Kontaktbeschränkungen den Dienstbetrieb, Übungen und die Organisation der Einsätze maßgeblich eingeschränkt und erschwert – auf die Zahl der Einsätze hat sich die Pandemie aber nicht maßgeblich ausgewirkt: Sie steht am Ende des Jahres 2021 bei 33. „Das ist unterer Durchschnitt“, meint der Ortsbrandmeister. Im Normalfall rücken die Einsatzkräfte seinen Angaben nach zwischen 30 und 50 mal im Jahr aus. Glücklicherweise seien die vor Ort zu bewältigenden Aufgaben im vergangenen Jahr „vom Umfang eher kleiner“ gewesen. „Positiver“ Nebeneffekt: Die Anfeindungen, denen die Einsatzkräfte beispielsweise beim Absperren von Verkehrsunfällen ausgesetzt seien, fallen wegen der geringen Einsatzzahl nicht so stark ins Gewicht wie in den Vorjahren. „Wir machen das alle freiwillig, das darf man nicht vergessen“, gibt Krahn vor diesem Hintergrund noch einmal zu bedenken.

Nach einem Jahr 2020, in dem die Durchführung von Präsenzveranstaltungen so gut wie gar nicht möglich gewesen war, gab es in diesem Jahr wieder Licht am Ende des Tunnels. Beispielsweise konnte im Oktober nach eineinhalb Jahren Pause wieder der Grundlehrgang der Gemeindefeuerwehr in Bienenbüttel abgehalten werden. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zurück zur Normalität: „Auf lange Sicht lebt die Feuerwehr einfach vom praktischen Arbeiten“, meint Marcus Krahn.

Das gelte natürlich genauso für gemeinschaftliche Veranstaltungen – und da sieht sich die Bienenbütteler Feuerwehr für das neue Jahr gut aufgestellt. Ein Besuch der Partnerfeuerwehr Mistelbach in Österreich durch die Jugendfeuerwehr, die Weltleitmesse Interschutz in Hannover, Veranstaltungen der Feuerwehrsenioren und das 29. Weinfest auf dem Bienenbütteler Marktplatz stehen auf der Agenda, sofern die Pandemielage es zulässt. Darüber hinaus soll natürlich das 140-jährige Bestehen der Bienenbütteler Feuerwehr am 25. Juni gebührend gefeiert werden.

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