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Verwechslungsgefahr: Wohltätigkeitsverein ändert Namen

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Von: Jannis Wiepcke

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Der Vorstand des Vereins
Zum Jahresanfang hat der Verein eigene Räumlichkeiten in Bienenbüttel bezogen. Mit dem Namenswechsel steht nun die nächste Umstellung bevor. © Borm, Sophie

Weil der Name einer Stiftung fast identisch ist, benennt sich der Bienenbütteler Wohltätigkeitsverein „Von Menschen für Menschen“ um. Eine reine Formalie ist der Vorgang für die Mitglieder jedoch nicht. 

Bienenbüttel - So traurig der Anlass auch ist – mit seinem beispiellosen Engagement für die Flüchtlinge in der Ukraine hat sich der Wohltätigkeitsverein „Von Menschen für Menschen“ aus Bienenbüttel bereits kurz nach der Gründung einen Namen gemacht. Doch genau dieser Name ist es, der nun Probleme bereitet: Die Stiftung „Menschen für Menschen“, die in Äthiopien Hilfsprojekte durchführt, befürchtet Verwechslungen und hat die Bienenbütteler deshalb zu einer Namensänderung aufgefordert. Eine Alternative konnte schnell gefunden werden.

„Bienenbüttel Hand in Hand“ – so will sich der Verein laut Vereinsmitglied Aline Salinski künftig nennen. Aus zahlreichen Vorschlägen, die über die Facebook-Seite des Vereins eingegangen sind, habe man sich für diesen Namen entschieden, da er gut zu dem bestehenden Logo des Vereins passe, auf dem helfende Hände abgebildet sind. Die Änderung wird nun bei einem Notar beantragt – eine reine Formalie ist die Aktion für den Verein jedoch nicht.

„Wir haben gerade erst so viel Bekanntheit erreicht“, sagt Aline Salinski. Während sich viele Menschen zu Beginn nichts Handfestes unter dem Verein vorstellen konnten, habe man durch den unermüdlichen Einsatz für den guten Zweck zuletzt sehr viel positives Feedback bekommen. „Ich wusste gar nicht, was ihr hier leistet“, sei im Zuge dessen nicht nur einmal zu hören gewesen. Der Wiedererkennungswert des Vereins, so Salinskis Befürchtung, könnte durch die Namensänderung nun wieder geschmälert werden. Erschwerend komme hinzu, dass der Verein auch Werbematerial wie Flyer oder beklebte Scheiben umgestalten müsse.

Der Aufregung zum Trotz freut sich Salinski allerdings, dass dem Verein, der zumindest noch ein paar Tage „Von Menschen für Menschen“ heißen wird, weitere Konsequenzen erspart worden sind: „Das hätte auch ganz anders ausgehen können“, berichtet das Vorstandsmitglied. Die Kommunikation mit der Stiftung „Menschen für Menschen“ sei sehr professionell, zeitgleich aber auch sehr menschlich abgelaufen. Bereits produzierte Flyer dürfen noch ausgebracht werden und auch von einer Strafe wurde vonseiten der Stiftung abgesehen. Es blieb lediglich bei einem „freundlichen Hinweis“ per Post, in dem ein Anwalt auf den geschützten Namen der Stiftung hinwies.

So hofft der Bienenbütteler Verein, dass man sich jetzt wieder ohne Ablenkung dem widmen kann, was man am liebsten macht: Menschen helfen.

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