„Gefragt sind günstige Wohnungen“

Bienenbütteler SPD will auf Gemeindegrundstücken bezahlbaren Wohnraum schaffen

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Das Grundstück mit der ehemaligen Tankstelle an der Uelzener Straße in Bienenbüttel ist für die SPD eine mögliche gemeindeeigene Fläche, auf der günstiger Wohnraum geschaffen werden könnte. 

Bienenbüttel. In die Diskussion um die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in Bienenbüttel kommt Bewegung. Die SPD-Fraktion hat jetzt einen Antrag eingebracht, in dem die Schaffung von günstigen Wohnungen auf gemeindeeigenen Flächen gefordert wird.

Dabei hat die SPD zwei Grundstücke ins Auge gefasst: zum einen ein Wohnhaus an der Straße Am Feuerwehrhaus 1 a-d sowie die ehemalige Tankstelle an der Uelzener Straße 22.

Arnold Witthöft

„Bei bezahlbaren Mietwohnungen gibt es schon jetzt einen Mangel“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Arnold Witthöft. Denn zum einen wollten viele ältere Bürger von den Ortsteilen in den Kernort ziehen, zum anderen gebe es schlichtweg auch Bürger, die es sich nicht leisten könnten, ein eigenes Haus zu bauen, sondern Mietwohnungen bräuchten.

Laut Witthöft ist es zwar unbestritten, dass Investoren mittelfristig an fünf Standorten Wohnungen schaffen werden. Jedoch planten vier von ihnen den Bau von hochwertigen Wohnungen mit einem entsprechenden Mietpreis. Für Normalverdiener, erst recht für einkommensschwache Haushalte, seien häufig solche frei finanzierten Neubauwohnungen oder der Bau eines eigenen Hauses nicht erschwinglich. „Gefragt sind günstige, kleine Wohnungen“, sagt Witthöft.

Um diesen preiswerten Wohnraum zu schaffen, hat sich die SPD mit dem Geschäftsführer der gwk, Jens Boetel, getroffen, berichtet Witthöft. Die Wohnungsbaugesellschaft habe auch grundsätzliches Interesse am Bau von bezahlbarem Wohnraum in unmittelbarer Nähe zum Kernort signalisiert. „Für das Grundstück an der Uelzener Straße kann sich die gwk etwa vorstellen, im Erdgeschoss bei Bedarf zunächst Raum für den benachbarten Kindergarten zur Verfügung zu stellen“, schildert Witthöft. Bei dem Wohnhaus an der Straße Am Feuerwehrhaus ist laut dem Fraktionschef zurzeit nur eine Wohnung bewohnt, die anderen drei seien in unbewohnbarem Zustand.

Die SPD will daher, dass entweder die Gemeinde selbst oder ein Investor wie die gwk auf den beiden Grundstücken bezahlbaren Wohnraum in unmittelbarer Nähe zum Ortskern schafft. Zuvor sollen aber die Voraussetzungen dafür geprüft werden. Bei einem Verkauf der Gebäude an einen Investor soll dies zudem nur unter der Vorgabe geschehen, dass bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird, betont Witthöft.

Von Lars Lohmann

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