Rund tausend Einwohner trotzen gemeinsam dem Regen

„Bienenbütteler sind echte Niedersachsen“

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Die Jungs warteten an der Bahn auf die Murmeln.

aja Bienenbüttel. „Die Bienenbütteler sind echte Niedersachsen“, sagte Bürgermeister Merlin Franke, stolz auf die Einwohner, die sich ihr Bürgerfrühstück vom Dauerregen am Sonntagmorgen nicht nehmen ließen.

„Sturmfest und erdverwachsen“ hatten die Bienenbütteler „im Nu ihre Bahnhofstraße überdacht“. Nachdem der ökumenische Gottesdienst mit dem Thema „Heimat“, vor allem mit Rücksicht auf die älteren Bürger, so Pastor Jürgen Bade, in die Kirche verlegt worden war, baten die Bienenbütteler im Gottesdienst mit Seelsorgerin Wika Posniak von der katholischen Gemeinde und mit Pastor Gerd-Peter Hoogen von St. Georg um besseres Wetter. Schon eine Stunde später rückten die fast tausend Bienenbütteler unter den von vielen mitgebrachten und flugs aufgebauten Zelten näher zusammen und freuten sich, „dass 15 Ortsteile ein Bienenbüttel sind“.

Bunt und vielseitig, aber auch informativ präsentierte sich die Einheitsgemeinde an ihrem Festwochenende zum 1010. Geburtstag. Einer der Höhepunkte des drei Tage andauernden Festes war die Ankunft der Radfahrer aus den einzelnen Ortschaften am Sonnabendnachmittag. Mit Puzzleteilen in Form der Umrisse ihrer jeweiligen Ortschaften trafen die Gruppen an der großen Bühne an der Bahnhofstraße ein, um das Puzzleteil in das Wappenbild ihrer Einheitsgemeinde einzupassen.

Schnell noch ein Blick in die AZ – Hans-Heinrich Kuhn von der AZ verteilte begehrte Ware.

Während die Ortsvorsteher auf der Bühne versuchten, die wesentlichen Merkmale ihrer Dörfer zu charakterisieren, spekulierten die Besucher vor der Bühne, wo das Puzzlestück sich in das Wappen einpassen würde. „In der Einheitsgemeinde Bienenbüttel findet jeder seinen Platz“, betonte Franke die vielsagende Symbolik der Aktion.

Der „Arbeitskreis Geschichte Bienenbüttel“ trug Hintergrundinformationen zum 1010 Jahre alten Bienenbüttel und den Ortsteilen bei. „Siehste Rieste!“ hieß es bei der Zeitreise des Dorfes, zu der die Einwohner Beiträge zu einer Chronik zusammengetragen hatten. „Schau mal, da bist du zu sehen“, grinste ein Festbesucher, über einen Artikel der AZ aus dem Jahr 1975 gebeugt. Beverbeck hingegen präsentierte sich auf zwei Quadratmetern mit geballter Kraft. „Da steckt viel drin“, lockte Ortsbrandmeister Albert Gelhaar die Besucher von der Bahnhofstraße in ein kleines Zelt, in das jede Institution, gewerblich und privat, ihre Stärken eingebracht hatte.

Fotos vom Fest

1010 Jahre Bienenbüttel (Teil II)

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