Kommt der Solidarbeitrag?

Bienenbütteler Politik erwägt möglichen Wiedereintritt in die Heideregion

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Was bringt der Wiedereintritt in die Heideregion Uelzen Bienenbüttel und den Tourismus vor Ort? Diese Frage hat die Mitglieder des Finanzausschusses der Einheitsgemeinde beschäftigt. 

Bienenbüttel – Wirklich daran glauben, dass ein Wiedereintritt in die Heideregion Uelzen der Einheitsgemeinde Bienenbüttel in touristischer Sicht viel bringen wird, scheint kaum ein Kommunalpolitiker.

Das wurde jetzt bei der Sitzung des Finanzausschusses deutlich, bei der es um diese Möglichkeit ging. Der Wiedereintritt würde jährlich 10.000 Euro kosten und zunächst auf drei Jahre befristet sein, um nach Ablauf der Frist über einen weiteren Verbleib entscheiden zu können.

Udo Hinrichs, CDU

„Wir sind für den Beitritt, weil wir so auch einen Solidarbeitrag für den Kreis leisten würden“, sagte Udo Hinrichs (CDU). Großartig von der Heideregion werde Bienenbüttel aus touristischer Sicht nicht profitieren, aber man habe auch die Verpflichtung gegenüber dem Landkreis, der Projekte in Bienenbüttel finanziell unterstützt, solidarisch zu sein. Und wenn man ehrlich Bilanz der Zeit seit dem Austritt ziehe, habe man mit den jährlich eingesparten 10.000 Euro, die man selbst für den Tourismus ausgeben wollte, keine wirklich großen Würfe gelandet oder neue Projekte gestartet.

Mathias Jeßen, KA

„Ich bin gerne bereit, es noch einmal zu versuchen. Aber es fehlt ein Konzept der Heideregion“, erklärte Mathias Jeßen (KA). Daher werde es, obwohl der Gedanke des Solidarprinzips ein guter sei, auf eine Enthaltung herauslaufen. Jeßen räumte aber auch ein, dass seit dem Austritt keine großen Ideen von Seiten des Rates gekommen seien, um etwas für den Tourismus in Bienenbüttel auf die Beine zu stellen.

Dr. Merlin Franke, Bürgermeister

Bürgermeister Dr. Merlin Franke verwies darauf, dass das Geld unter anderem in Unterhalt und Pflege von Wanderwegen und Ortswillkommensschildern sowie in Brücken geflossen sei. Insgesamt sei es sinnvoll, wieder Mitglied zu werden und die Möglichkeiten des Vereins zu nutzen. Die vorerst auf drei Jahre begrenzte Mitgliedschaft erlaube es zudem, Bilanz zu ziehen und dann noch einmal zu entscheiden.

Hans-Jürgen Franke, KA

Über einen möglichen Wiedereintritt in die Heideregion wird der Verwaltungsausschuss der Einheitsgemeinde heute Abend entscheiden. In dem Gremium geht es dann auch um die Frage, die Hans-Jürgen Franke (KA) während der Ausschusssitzung stellte: „Sollten wir die 30.000 Euro nicht lieber woanders reinstecken?“

VON LARS LOHMANN

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