Wiederholung 2020?

Bienenbütteler pflanzen 130 Winterlinden: „Der Gedanke ist angekommen“

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Etwa 130 Winterlinden stellten Gemeinde und Bürgerstiftung zur Verfügung. Die Bienenbütteler holten sie ab und pflanzten sie auf ihren privaten Grundstücken.

Bienenbüttel – „Super“, kommentiert Bürgermeister Dr.  Merlin Franke die Resonanz auf die Aktion „Bäume für Bienenbüttel“.

Und auch Heinz-Günter Waltje, Vorsitzender der Bürgerstiftung, die die Initiative gemeinsam mit der Verwaltung auf den Weg gebracht hatte, ist begeistert: „Wenn der Gedanke, etwas für die Bienen zu tun, bei den Bürgern angekommen ist, dann haben wir das Ziel erreicht. “.

Eine der gepflanzten Linden. Fotos: privat

Waltje räumt ein, zunächst skeptisch gewesen zu sein. „Ich war mir nicht sicher, ob die Leute wirklich Linden in ihren eigenen Garten pflanzen“, so der Bürgerstiftungs-Vorsitzende im AZ-Gespräch. Er verweist darauf, dass man sich im Vorfeld bei Imkern erkundigt habe, welcher Baum bienenfreundlich ist. Außerdem passe die Winterlinde gut, da sie bereits viele Straßen, auch im Kernort Bienenbüttel, säume.

Waltje lobt insbesondere auch die Gemeinde für ihr Engagement. In Sachen Baumpflanzungen werde in Bienenbüttel generell „gute Arbeit“ geleistet. Das ist natürlich Musik in den Ohren von Bürgermeister Franke. Etwa 130 Bäume hatten Gemeinde und Bürgerstiftung zur Verfügung gestellt. Unter dem Motto „Einheitsbuddeln“ waren die Bienenbütteler aufgefordert, um den Tag der Deutschen Einheit herum eine Winterlinde auf ihrem Grund und Boden zu pflanzen. Den Baum gab es umsonst, er musste nur bei der Gemeinde abgeholt werden. Im Gegenzug erwartet die Gemeinde ein Foto von den privaten Pflanzaktionen.

Zur Verfügung gestellt wurden die ca. zwei Meter hohen Linden im Topf. Einen Tag vor dem 3. Oktober konnte die Verwaltung vermelden: Nahezu alle Bäume sind abgeholt worden. Franke weiß, dass auch einige Dorfgemeinschaften Bäume geordert hätten. Um die 20 seien allein nach Bargdorf gegangen.

Weil die Premiere so gut gelaufen ist, „denken wir darüber nach, die Aktion 2020 zu wiederholen, dann vielleicht mit einem anderen Baum“, so Franke.

VON ULRIKE MEINEKE

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