Zwischen der Jüngsten und Ältesten liegen 87 Jahre

Bienenbütteler Familie: Fünf Generationen in einem Dorf

Fünf Generationen Frauen aus einer Familie auf einem Foto vereint (von links): Louisa und Ann-Kathrin Meier, Petra Fürböter, Ria Rinner und Helga Hancke. Sie alle leben in der Gemeinde Bienenbüttel.
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Fünf Generationen Frauen aus einer Familie auf einem Foto vereint (von links): Louisa und Ann-Kathrin Meier, Petra Fürböter, Ria Rinner und Helga Hancke. Sie alle leben in der Gemeinde Bienenbüttel.

Bienenbüttel – Ihre Eltern kamen aus Lüneburg und Barum, wurden sozusagen in der Mitte heimisch – nämlich in Edendorf. Dort wurde Helga Hancke auch geboren. Heute ist sie 90 Jahre alt und wohnt noch immer in der Gemeinde Bienenbüttel.

Ebenso wie ihre Tochter Ria Rinner (72), ihre Enkelin Petra Fürböter (56) und ihre Ur-Enkelin Ann-Kathrin Meier (26). Seit der Geburt von Louisa Meier vor knapp drei Jahren leben damit nun fünf Generationen Frauen aus der Familie in der Gemeinde Bienenbüttel.

„Man merkt direkt, dass wir eine Familie sind“, sagt Ann-Kathrin Meier. „Louisa ist wie ich, ich bin wie meine Mutter, sie ist wie Oma und sie ist wie Ur-Oma“, erzählt sie. Auf die Frage, ob sich das durch bestimmte Eigenschaften oder Verhaltensweisen zeige, antworten die Frauen schmunzelnd: „Das müssten dann wohl doch eher unsere Männer beantworten.“

Untereinander seien sie sich noch nie so richtig auf die Nerven gegangen, erzählen Ann-Kathrin Meier, Petra Fürböter und Ria Rinner. Vielmehr finden sie es praktisch, dass mehrere Generationen in einem Dorf wohnen. „Wenn ich früher mal länger arbeiten musste, konnten die Kinder immer zur Oma oder Ur-Oma“, erzählt Petra Fürböter. Die Unterstützung der Familie ging sogar so weit, dass „Oma Helga regelmäßig meinen Garten gemacht hat, wenn ich bei der Arbeit war, weil ich es nicht geschafft hätte“, erinnert sich Petra Fürböter. Die Zeiten haben sich natürlich verändert, erklärt Ria Rinner. Früher sei es bei ihnen üblich gewesen, jeden Sonntag spazieren zu gehen und die Großeltern zu besuchen. „Heute geht natürlich viel mehr über Handy und Telefon.“

Woanders als in Bienenbüttel zu wohnen, kommt für keine der Frauen in Frage. „Ich habe zwar mal zwei Jahre in Lüneburg gewohnt, bin dann aber schnell zurück gegangen“, erzählt Ann-Kathrin Meier. Bienenbüttel sei einerseits dörflich, biete andererseits aber auch alles, was man zum Leben benötigt. „Es ist einfach schön hier“, sind sich die Frauen einig.

Übrigens: Auch die Brüder von Ria Rinner, Petra Fürböter und Ann-Kathrin Meier leben allesamt in der Gemeinde Bienenbüttel. Die Familie ist dort eben fest verwurzelt.

VON FLORIAN BEYE

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