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Bienenbütteler Einzelhändler berichten über ihre Erfahrungen mit der FFP2-Masken-Pflicht

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Von: Jannis Wiepcke

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Eine Kundin trägt in einem Geschäft eine FFP2-Maske
Eine Kundin trägt in einem Geschäft eine FFP2-Maske. Diese spezielle Mund-Nasen-Bedeckung ist im niedersächsischen Einzelhandel momentan Pflicht. © Swen Pförtner

Ausgefallene Muster, bunte Aufdrucke und exotische Stoffe: Zu Beginn der Corona-Pandemie avancierte die Schutzmaske beinahe zum Mode-Objekt. Mit der Zeit wurden die Auswahlmöglichkeiten jedoch nach und nach eingeschränkt – immer mit dem Ziel, den Infektionsschutz zu verbessern. Aktuell gilt deshalb eine strenge FFP2-Maskenpflicht im Einzelhandel. Stört diese Maßnahme den Betriebsablauf und nehmen die Kunden die Verordnung ernst? Die AZ hat sich in Bienenbüttel umgehört.

Bienenbüttel - Aus dem Sanitätshaus Lappe kommen keine Beschwerden. Eine Mitarbeiterin erklärt, dass die Umstellung bisher „ohne Probleme“ vonstatten gehe. Leichte Startschwierigkeiten habe es höchstens mit ein paar älteren Mitbürgern gegeben, die nichts von der neuen Maskenpflicht mitbekommen haben oder einfach vergessen haben, das Utensil vor dem Betreten des Geschäftes aufzusetzen – in „99 Prozent der Fälle“ zeigten sich die Kunden nach einem Hinweis aber einsichtig.

Diesen Eindruck bestätigt das Fleischerfachgeschäft Graefke. Im Gegensatz zu vorherigen Maßnahmen, die die Eindämmung des Infektionsschutzgeschehens zum Ziel hatten, sieht man den Betrieb dadurch nicht eingeschränkt. Vonseiten der Kunden habe es bisher ebenfalls „kein Gemecker“ gegeben, heißt es aus Mitarbeiterkreisen. Chefin Christiane Harms sagt im Hinblick auf die Maßnahme pragmatisch: „Wenn das gefordert wird, muss das halt auch umgesetzt werden.“

Einen richtigen Stimmungswechsel beobachtet die Buchhandlung Patz: „Vor einem halben Jahr, als die Zahlen runtergingen, war die Akzeptanz eine ganz andere“, berichtet Inhaber Detlev patz. Seiner Einschätzung nach habe die Verschlimmerung des Infektionsgeschehens die Menschen wieder daran erinnert, wie wichtig das Tragen einer Maske als vorbeugende Maßnahme sei.

Innerhalb kurzer Zeit hat sich die FFP2-Maske dann auch ordnungsgemäß beim Buchhandlungsbesuch etabliert, so dass Patz berichten kann, dass die Maßnahme „prima läuft“. Natürlich komme es ab und zu vor, dass der ein oder andere Besucher sich nicht informiert habe und nur eine medizinische Maske dabei habe, deshalb würden in der Buchhandlung für den Notfall auch Masken zur Verfügung stehen um zu vermeiden, dass Kunden wieder nach Hause geschickt werden müssen. Ärger machen dem Buchhändler nur die Kunden, die absichtlich durch eine falsche Maske provozieren und damit ihren Unmut gegenüber der Maßnahme kundtun wollen würden.

Das kleine Stimmungsbild zeigt: Der Großteil der Bienenbütteler Bürger hat die Maßnahme akzeptiert und verhält sich vorbildlich. Leider lässt ein anderer Aspekt noch zu Wünschen übrig: Auch in der Bienenbütteler Innenstadt fallen einige achtlos weggeworfene Masken ins Auge.

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