Gebäude wird nicht saniert / Kosten von rund 200.000 Euro standen im Raum

Bienenbüttel: Das Aus für den Sport in der Ilmenauhalle

Kein Handball mehr in der Ilmenauhalle: Das Risiko, dass die Kosten von 200.000 Euro für die Sanierung des Daches weiter steigen, sei den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses zu groß gewesen, sagt Merlin Franke. 
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Kein Handball mehr in der Ilmenauhalle: Das Risiko, dass die Kosten von 200.000 Euro für die Sanierung des Daches weiter steigen, sei den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses zu groß gewesen, sagt Merlin Franke.

Bienenbüttel – Die Ilmenauhalle bleibt bis auf weiteres gesperrt. Das hat der Verwaltungsausschuss der Einheitsgemeinde Bienenbüttel laut Bürgermeister Dr. Merlin Franke beschlossen.

„Es wird in der Halle kein Sport oder Event mehr stattfinden können“, sagt der Bürgermeister.

Der Ausschuss hatte darüber zu entscheiden, ob das Dach der Halle für geschätzte 200.000 Euro saniert werden sollte, was einstimmig abgelehnt wurde. Das Risiko, das weitere Kosten auflaufen, sei den Mitgliedern zu groß gewesen, so der Verwaltungschef. Auch eine zweite Variante, die Felder schrittweise zu öffnen, die 30.000 Euro für ein Feld kostet, wurde abgelehnt. Die Sanierung der gesamten Dachkonstruktion wäre nötig gewesen, weil nach dem Schützenfest zusätzlich zu den bereits bekannten Problemen Wasserschäden entdeckt wurden. Jetzt sollen zunächst alle Nebentrakte nach und nach auf mögliche Schäden untersucht werden. Außerdem werden nötige Sicherungsarbeiten am Dach für 15.000 Euro vorgenommen.

Dr. Merlin Franke, Bürgermeister

„Wir werden das Gespräch mit dem TSV und der Schützengilde suchen, um Lösungen zu finden“, kündigt Franke an. Das Treffen findet am morgigen Dienstag, den 17. September, statt. Allen sei klar, dass es die Leichtathletik und den Ballsport besonders hart treffe. Ziel sei es, Ausweichquartiere zu finden oder zu schaffen. Hierzu könnten auch mobile Container dienen, die je nach Ergebnis der Gespräche und der weiteren Sondierungen der Halle aufgestellt werden könnten. Kostenpunkt wären hier 100.000 Euro im Haushalt 2020. Gleichzeitig werde die Gemeinde das Gespräch mit den Organisatoren anderer Veranstaltungen wie der Nordjob suchen, um auch dort Lösungen zu finden.

Ursprünglich war laut Franke geplant, die alte Ilmenauhalle parallel zu den Bauarbeiten am neuen Mehrzweckzentrum weiter zu nutzen. Diese Möglichkeit entfalle jetzt leider. Erste Schritte für den Neubau hat die Einheitsgemeinde bereits unternommen, so steht ihr ein Betrag von einer Million Euro vom Landkreis zur Verfügung, der für nicht anderweitig geförderte Bereiche beim Bau zur Verfügung steht. Außerdem wurden bereits 2,4 Millionen Euro Fördermittel aus dem Fördertopf für kleinere Städte und Gemeinden eingeworben. „Finanziell ist die neue Halle eine große Herausforderung“, sagt Franke. Daher bemühe man sich zurzeit, weitere Fördermittel zu bekommen. Diesen Monat soll außerdem der Arbeitskreis für die neue Ilmenauhalle aus Vereinen, Verbänden, Politik und Verwaltung seine Arbeit aufnehmen.

Nicht betroffen von der Sperrung ist das Café in der Ilmenauhalle.

VON LARS LOHMANN

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