„Für uns ist das schwer zu planen“

Bienenbüttel: Sperrung der Ilmenauhalle stellt Nutzer vor logistische Herausforderungen

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Birgit und Hans-Günther Bothe, Betreiber des Cafés in der Ilmenauhalle in Bienenbüttel, müssten immense Umsatzeinbußen hinnehmen, wenn die Großveranstaltungen wegen der längeren Sperrung der Halle ausfallen würden. Alternativen sind aber, zumindest zum Teil, im Gespräch. Das Café selbst hat geöffnet. 

Bienenbüttel – Die längere Sperrung der Ilmenauhalle in Bienenbüttel stellt die Nutzer vor logistische Herausforderungen: Nicht nur der Turn- und Sportverein (TSV) muss sehen, wohin er seine Veranstaltungen und das Training der einzelnen Abteilungen verlagert, auch die Schützen standen vor der Frage, wohin sie mit ihrem alljährlich stattfindenden Fest ausweichen.

Nicht zuletzt muss Familie Bothe, die das Café in der Halle betreibt, damit leben, dass noch nicht ganz klar sei, ob und wo die zweitägige Jobbörse, die Hundeausstellung und der KGS-Schulabschluss stattfinden werden. Im Gespräch sei ein Zelt – zumindest für Jobbörse und Schulabschluss. .

Birgit Bothe, Betreiberin des Cafés, hofft, dass die Großveranstaltungen stattfinden. Ansonsten müsste sie immense Umsatzeinbußen hinnehmen. „Die Leute denken, wir haben auch geschlossen“, betont Birgit Bothe und verweist darauf, dass das Café ganz normal geöffnet hat – auch zu Pfingsten.

Die Schützen weichen mit ihrem Fest, das am 31. Juli mit dem traditionellen Zapfenstreich beginnt und dann über mehrere Tage läuft, in ein Zelt aus, das auf dem Parkplatz der Ilmenauhalle aufgestellt werden soll, bestätigt Uwe Seehafer auf AZ-Nachfrage. Am Zeitpunkt und Programm des Festes werde sich nichts ändern. Sollte die Ilmenauhalle auch nächstes Jahr nicht nutzbar sein, „müssen wir uns etwas überlegen“, sagt er.

„Für uns ist das alles schwer zu planen, weil die Perspektive unklar ist“, hofft TSV-Vorsitzender Andreas Howe darauf, bald Klarheit über die genaue Länge der Schließung zu erhalten. Solange weichen die Sportler aus – die Kinder und Jugendlichen des Karate-Sommerlagers beispielsweise in die Schul-Turnhalle, die Erwachsenen wollen sich mit einem befreundeten Verein arrangieren. Die Handballer trainieren im Freien. „Zum Glück ist Sommer“, sagt Howe. Schwieriger werde es, Ausweichorte zu finden, wenn die Hallensaison wieder beginnt. Die Abteilungsleiter seien sensibilisiert, das perspektivisch im Auge zu haben, so Howe.

Die Ilmenauhalle ist seit Anfang April wegen Problemen mit den Deckenplatten gesperrt (AZ berichtete). Nun wurde bekannt, dass die Sperrung länger dauert als geplant. Die Freigabe war für Mitte Mai geplant. Nach Angaben von Bürgermeister Merlin Franke kann es noch Wochen oder sogar Monate bis zur Freigabe dauern.

VON ULRIKE MEINEKE

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