Schwierige Suche nach Alternativen

TSV Bienenbüttel und Schützengilde reagieren auf Schließung der Ilmenauhalle

In der Ilmenauhalle in Bienenbüttel findet kein Sportbetrieb mehr statt. TSV Bienenbüttel und Schützengilde müssen die nächsten drei bis vier Jahre ohne die Halle auskommen.
+
In der Ilmenauhalle in Bienenbüttel findet kein Sportbetrieb mehr statt. TSV Bienenbüttel und Schützengilde müssen die nächsten drei bis vier Jahre ohne die Halle auskommen.

Bienenbüttel – Die endgültige Schließung der Ilmenauhalle in Bienenbüttel als Sportstätte stellt die betroffenen Vereine vor organisatorische Herausforderungen.

So muss der TSV Bienenbüttel dauerhafte Ausweichmöglichkeiten für seine Sportler finden und die Schützengilde stellt sich inzwischen die Frage, wie in Zukunft die Königswürde ausgeschossen werden soll und wo die Bogensport-Abteilung im Winter trainieren wird. Und klar ist auch, dass bis die neue Ilmenauhalle steht, noch einige Jahre ins Land gehen können.

Andreas Howe, Vorsitzender TSV Bienenbüttel

Für den TSV Bienenbüttel war laut Andreas Howe schon seit der Schließung der Halle im April einiges zu organisieren und Improvisationstalent gefragt. So musste etwa ein Ausweichquartier für die Handballer gefunden werden. Doch so einfach ist es nicht, neue Hallenzeiten zu finden. „Die Ilmenauhalle ist ja nicht die einzige Halle, die zurzeit nicht zur Verfügung steht“, sagt der Vorsitzende. Mit der Hilfe von befreundeten Vereinen sei es aber gelungen, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Während Gymnastikgruppe oder Tischtennis in die Grundschulsporthalle oder den Gymnastikraum des Vereinsheims ausweichen können, müssen für den Mannschaftssport zurzeit andere Sporthallen gefunden werden.

„Unbequemlichkeiten lassen sich nicht vermeiden. Wir starren aber nicht wie das Kaninchen auf die Schlange“, sagt der Vorsitzende. Man wolle versuchen, die zusätzlichen Belastungen wie Fahrten zum Training aufzufangen. Dafür steht der Vereinsbus des TSV zur Verfügung. Außerdem soll ein zweiter Bus angeschafft werden. Dazu führe man Gespräche mit der Gemeinde und Spendern. „Das würde Druck vom Kessel nehmen“, meint Howe.

Die Schließung der Halle kann der TSV-Vorsitzende nachvollziehen. „Es wäre ja skurril, wenn wir einfach weitermachen und Gefahren ignorieren.“ Jetzt gelte es, die nächsten drei bis vier Jahre bis zur Eröffnung der neuen Halle zu überbrücken. „Wir bekommen eine moderne Halle. Das ist auch Ansporn, die Zeit bis dahin gut zu meistern“, sagt Howe

Uwe Seehafer, Erster Gilderherr

Den ersten Gildeherrn Uwe Seehafer treibt zurzeit vor allem die Frage um, wo der Bogensport und die Spielleute untergebracht werden. Die Bogenschützen könnten auch in einer Reithalle oder größeren Scheune unterkommen. Die Spielleute hingegen brauchen neben einem Übungsraum auch einen Lagerraum für Instrumente und Noten. Einen Übungsraum habe man schon gefunden. Und auch auf dem Tag, wenn der Schießstand gesperrt werden sollte, ist man vorbereitet. „Wir haben einen Plan B“, sagt Seehafer. Dann würde man bei befreundeten Vereinen unterkommen. „Die Ebstorfer Gilde hat uns das schon angeboten“, berichtet der Gildeherr. Denn der Schießbetrieb muss aufrechterhalten werden, ansonsten drohe der Gilde die Aberkennung des Status’ als Sportschützenverein.

Eine Frage beschäftigt die Gilde zurzeit aber immer noch: Wie soll künftig die Königswürde ausgeschossen werden? Es gibt laut Seehafer mehrere Möglichkeiten, wie einen provisorischen, genehmigten Schießstand oder das Ausschießen der Königswürde bereits eine Woche vor dem Schützenfest. „Auf jeden Fall werden es keine einfachen Jahre werden“, meint Seehafer.

VON LARS LOHMANN

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare