Wunschlisten bleiben geheim

TSV Bienenbüttel und Schützengilde freuen sich auf neues Mehrzweckzentrum

Anstelle der in die Jahre gekommenen Ilmenauhalle soll ein modernes Mehrzweckzentrum gebaut werden. Die beiden Hauptnutzer, die Schützengilde und der TSV, freuen sich schon heute auf die Eröffnung 2023.
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Anstelle der in die Jahre gekommenen Ilmenauhalle soll ein modernes Mehrzweckzentrum gebaut werden. Die beiden Hauptnutzer, die Schützengilde und der TSV, freuen sich schon heute auf die Eröffnung 2023.

Bienenbüttel – Eine Drei-Feld-Halle mit einer Feldgröße von 27 mal 45 Metern, eine Tribüne für 150 Personen, ein Schießstand, Seminarbereich und separate Sanitäranlagen für den Wohnmobilstellplatz soll es werden: Der Rahmen für das neue Mehrzweckzentrum in Bienenbüttel steht.

„Das größte Projekt der Einheitsgemeinde in den letzten zehn Jahren“, nannte Bürgermeister Dr. Merlin Franke das Bauvorhaben in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. (AZ berichtete).

Vereine sind mit Variante zufrieden

Die Hauptnutzer des neuen Mehrzweckzentrums werden der TSV Bienenbüttel und die Schützengilde sein. Beide Vereine zeigen sich zufrieden, dass sich der Gemeinderat für die von den Vereinen bevorzugte Variante entschieden hat. „Wir sind glücklich und können mit der Entscheidung super leben“, sagt Andreas Howe, Vorsitzender des TSV.

Welche Wünsche der Verein bezüglich der konkreten Details habe, wollte Howe nicht verraten. „Das klären wir im Gespräch mit der Gemeinde“, so Howe. Es komme auch auf die genaue Ausschreibung an. „Wir haben natürlich eine Liste mit Wünschen, aber was letztendlich davon realisierbar ist, werden wir sehen.“

Hallenauslastung ist ein ständiges Thema

Howe freut sich zunächst, dass eine Drei-Feld-Halle entstehen wird, bei dem drei Sportfelder abgetrennt und separat genutzt werden können. „Die Begrenzung der Hallenzeiten ist für uns ein ständiges Thema. In der neuen Halle könnten beispielsweise gleichzeitig drei unterschiedliche Sportarten trainieren. Das gibt uns viel mehr Möglichkeiten“, so Howe.

Der TSV-Chef ist froh, dass sich die Gemeinde für eine zukunftsfähige Hallen-Variante entschieden hat, die auch in den kommenden 50 Jahren noch Bestand hat. „Das macht mehr Sinn als auf eine Variante zu setzen, mit der keiner zufrieden ist.“

Auch die geplante Tribüne mit 150 Plätzen sei „ein Träumchen“, so Howe. Bisher saßen die Zuschauer direkt am Spielfeldrand, sodass die Handballer schon fast über deren Füße stolperten. Richtig froh ist Howe aber erst, wenn alles in trockenen Tüchern ist. „Eine Halle fehlt uns an allen Ecken und Enden“, sagt er. So trainieren die Vereine zum Beispiel bei befreundeten Nachbarvereinen. Die Gymnastik-Gruppe turnt im Vereinsheim. „Wir hangeln uns so durch.“ Da haben die Schützen mehr Glück: Der Schießstand in der alten Ilmenauhalle kann noch zum Training genutzt werden.

Genaue Ausschreibung wird abgewartet

„Wir freuen uns, dass ins Mehrzweckzentrum ein neuer Schießstand kommt“, sagt Uwe Seehafer, erster Gildeherr der Schützengilde.

Auch Seehafer ist vorsichtig, wenn es um die Formulierung von „Wünschen“ an die Gemeinde geht. „Wie das Ganze genau aussieht, wird die Ausschreibung ergeben.“ Es gebe sehr konkrete Vorgaben, die der Verein einhalten müsse – diese sind in der Schießstättenverordnung detailliert festgelegt, beispielsweise wie Belüftung oder Beleuchtung auszusehen haben. „Wir wünschen uns eine 50 Meter Bahn für Kleinkaliber und einen Luftgewehrstand“, verrät Seehafer.

Der erste Gildeherr und der Vorsitzende des TSV Bienenbüttel freuen sich auf den Tag, an dem das neue Mehrweckzentrum 2023 eröffnet wird. „Dann gibt es eine große Feier“, hofft Howe.

Auch im Gemeinderat standen alle Parteien geschlossen hinter dem Projekt, das 8,85 Millionen Euro kosten wird. Wenn alle Fördergelder wie geplant fließen – die Gemeinde erhält eine Fördersumme von 3,26 Millionen Euro aus dem Programm „Kleine Städten und Gemeinden“ – liegt der Eigenanteil der Gemeinde bei rund 3,2 Millionen Euro. Auch der Landkreis wird sich an den nicht geförderten Kosten beteiligen. VON NICOLE LÜTKE

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