Gebührenanpassung geplant

Bienenbüttel muss für Kitas tiefer in die Tasche greifen

Geldscheine und Stempel mit Kita
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Nach einem neuen Gesetz durch das Land Niedersachsen, wodurch mehr Personal nötig wird, kommen auf Kommunen künftig mehr Kosten für Kitas zu. Das betrifft auch Bienenbüttel.
  • Daniel Bieling
    VonDaniel Bieling
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Bienenbüttel – Die Gemeinde Bienenbüttel muss für ihre Kindertagesstätten künftig tiefer in die Tasche greifen. Nötig ist dies durch ein neues Gesetz vom Land Niedersachsen.

„Nach dem neuen niedersächsischen Gesetz über Kindertagesstätten und Kindertagespflege müssen nun während der gesamten Kernzeit und während der gesamten Randzeit je Gruppe mindestens zwei pädagogische Fachkräfte regelmäßig tätig sein“, heißt es von der Verwaltung. Bislang seien je Gruppe nur eine pädagogische Fachkraft tätig und eine andere Person als unterstützende Hilfskraft anwesend gewesen.

Die neue Verordnung habe zusätzliche Personalaufwendungen für die Gemeinde zur Folge. Sie gelte aber nicht für Gruppen mit zehn Kindern oder weniger, erklärte Bürgermeister Dr. Merlin Franke im jüngsten Sozialausschuss. Für solche Gruppen gelte nach wie vor die alte Regelung.

Mehr Personal wegen Einzelintegration

Was bedeutet das konkret für die Kitas in Bienenbüttel? Laut Verwaltung hat das Kirchenkreisamt für die Randzeiten in der St.-Michaelis-Kita Mehrkosten von fast 5000 Euro angekündigt. Dies hat auch Auswirkungen auf die Betreuung des an EHEC erkrankten Nils Göthlich. „Zuvor war für eine Einzelintegration vorgesehen, dass eine pädagogische Fachkraft sowie eine heilpädagogische Fachkraft regelmäßig tätig sein sollte“, erklärt die Verwaltung. In der Gruppe müsse nun eine weitere pädagogische Fachkraft mit zehn Zusatzstunden pro Woche eingesetzt werden. Das sei mit Mehrkosten von 9345 Euro verbunden.

5000 Euro mehr für DRK-Kindergarten

Der DRK-Kindergarten hat laut Verwaltung einen Mehrbedarf bei den Randzeiten von fünf Stunden je Woche für dieses Kindergartenjahr angemeldet, jedoch keine Summe angegeben. Zwar sei die Randzeit von 17 bis 18 Uhr in diesem Kindergartenjahr nicht von den Eltern abgefragt worden, doch könne das Angebot im nächsten Jahr wiederum weitere zehn Wochenstunden bedeuten. Die Verwaltung rechnet – ausgehend von der Berechnung des Kirchenkindergartens St. Michaelis mit Mehrkosten in Höhe von circa 5000 Euro.

Insgesamt Mehrkosten von 19 300 Euro

Insgesamt erwartet die Gemeinde somit Mehrausgaben von rund 19 300 Euro, wobei der Kinderhof Steddorf und der Waldkindergarten bislang keine Mehrkosten angemeldet haben. Der Vorschlag, die Mehrkosten einmalig aus den allgemeinen Deckungsreserven auf die entsprechende Kostenstelle zu übertragen, wurde im Sozialausschuss einstimmig angenommen.

Jedoch sei auch eine Gebührenanpassung einzuplanen. „Um künftig Kosten zu reduzieren, muss die generelle Gestaltung der Randzeiten überdacht werden, zumal auch unterschiedliche Randzeiten-Angebote der einzelnen Kitas praktiziert werden“, heißt es von der Verwaltung. „Eine Gebührenanpassung der Randzeiten ist dadurch notwendig.“

Überdeckungen bei Kitas

Die Kindertagesstätten im Gebiet der Einheitsgemeinde Bienenbüttel haben ihren jährlichen Jahresabschluss vorgelegt.

Demnach weist der DRK-Kindergarten eine Überdeckung von 38 660 Euro auf. Diese ergibt sich größtenteils aus der Übernahme der Hausmeistertätigkeiten durch die Gemeinde sowie aus Zuschüssen für ein Praxismentoring-Projekt und Integrationszuschüssen.

Der Waldkindergarten weist eine Überdeckung von rund 7700 Euro auf. Diese resultiert laut Verwaltung hauptsächlich aus Nachzahlungen der Landesschulbehörde für Vorjahre.

Die Überdeckungen werden an die Gemeinde Bienenbüttel zurückgezahlt.

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