Bürgermeister zeigt sich hoffnungsvoll / HVV-Mitarbeiter informieren

Bienenbüttel: HVV läutet neue Zeitrechnung ein

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Bei Wind und Wetter sind die Mitarbeiter des Hamburger Verkehrsverbunds (HVV) im Einsatz, um interessierten Bürgern bei allen Fragen rund um das neue System weiterzuhelfen.

Bienenbüttel/Landkreis – Noch knapp einen Monat dann beginnt in Bienenbüttel und im ganzen Landkreis Uelzen zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember mit dem HVV-Beitritt auf der Schiene eine neue Zeitrechnung.

Das machte jetzt noch einmal Bienenbüttels Bürgermeister Dr. Merlin Franke im Wirtschaftsausschuss deutlich.

Dr. Merlin Franke, Bürgermeister.

„Ich bin überzeugt, dass es die 100  000 Euro pro Jahr Wert ist“, sagt der Verwaltungschef. Die Attraktivität Bienenbüttels werde durch den kompletten Beitritt auf der Schiene noch einmal gesteigert. Anders als im Rest des Landkreises können in Bienenbüttel zusätzlich zu den Monats- und Wochenfahrkarten auch Einzelfahrten für den HVV-Bereich gekauft werden. Dieses zusätzliche Paket lässt sich die Einheitsgemeinde 2020 108 000 Euro kosten. Das entspricht einem Anteil von 70 Prozent. Die restlichen 30 Prozent steuert der Landkreis bei. Die Anteile sollen laut Franke auch bei Kostensteigerungen gleich bleiben. Zurzeit gehe man von einer Kostensteigerung von vier Prozent pro Jahr aus.

Gleichzeitig soll weiterhin zusammen mit dem Landkreis daran gearbeitet werden, dass das Land die Kosten für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) übernimmt. Das sei im Kreis Lüneburg schon der Fall. „Ich hoffe und wünsche mir, dass das Land den SPNV auch hier übernimmt“, sagt Franke.

Wer sich weiterführend über das Konzept des HVV informieren möchte, der hat dazu Gelegenheit. Denn Mitarbeiter des Verbunds sind in den nächsten Tagen an verschiedenen Stellen in Uelzen unterwegs, um alle wichtigen Fragen zu beantworten. Bereits am Dienstag waren sie am Bahnhof in Bienenbüttel vor Ort, wo sie eine positive Bilanz zogen. Die Bürger würden vorwiegend positiv auf die Einführung des HVV-Tarifs reagieren. Besonders die neuen Preise, der Eintausch von alten Karten und in welchen Zonen der Tarif gelte, sei von Interesse gewesen. Vor allem Schüler der Oberstufe, die ihre täglichen Zugfahrten selbst bezahlen müssen, freuen sich über die finanzielle Entlastung. Aber auch andere Bürger zeigen sich angetan von den „erschwinglichen Preisen“ und sprechen von einer „Bereicherung“ für den Landkreis.

Die nächsten Termine, an denen Interessierte ihre Fragen stellen können, lauten: Donnerstag, 15 bis 19 Uhr am Uelzener Bahnhof; Freitag, 7.30 bis 12.30 Uhr auf dem Bad Bevenser Wochenmarkt; und Samstag, 7.30 bis 14.30 Uhr, auf dem Uelzener Wochenmarkt.

VON LARS LOHMANN UND DANIEL BIELING

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