Kirche in Bienenbüttel

Gottesdienste in Tüten

In Bienenbüttel, Wichmannburg und Altenmedingen gibt es jetzt Gottesdienste in Tüten.
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Gottesdienst in Tüten gibt es in der Kirche Bienenbüttel.
  • Lars Lohmann
    vonLars Lohmann
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Die Coronapandemie zwingt die Kirchen dazu, neue Wege zu gehen. So haben die Pastoren Julia Koll und Tobias Heyden ein Online-Angebot mit Andachten geschaffen. Jetzt kommt etwas Handfestes hinzu.

In den Kirchen von Bienenbüttel, Altenmedingen und Wichmannsburg können sich Interessierte ab Sonntag einen Gottesdienst in Tüten abholen.

„Manchmal ist es auch gut, etwas aus Kohlenstoff in der Hand zu haben“, sagt Julia Koll. Das Angebot richte sich an alle und ergänze das bisherige Online-Angebot. Es steht weiterhin auf www.drei-ritter.de zur Verfügung. „Wir hatten das Gefühl, dass wir noch etwas mehr machen sollten“, sagt Julia Koll. Denn viele, die mit ihr sprechen, erkennen die Gefahren von Corona, seien aber immer mehr von der aktuellen Lage bedrückt.

Geistreiche Zutaten für die Woche

Daher soll es laut der Pastorin in den Tüten auch geistreiche Zutaten geben, die den Menschen helfen, durch die Woche zu kommen. Neben diesen Zutaten wartet immer eine Überraschung in den Tüten. Die selbst immer ein Thema haben, wie etwa den kommenden Valentinstag oder den Weltgebetstag am 5. März zum Inselstaat Vanuatu im Pazifik. Bis zu diesem Tag soll es die Gottesdienste in Tüten laut der Pastorin vorerst geben.

Ob sie danach in die Verlängerung gehen, hänge von den Corona-Entwicklungen ab. „Vor allem haben wir uns jetzt auch Zeit verschafft, in Ruhe über Ostern nachzudenken“, sagt Julia Koll. Es werde zu Ostern vermutlich auf eine Mischung von digitalen und analogen Angeboten hinauslaufen. Wenn Gottesdienste im kleinen Kreis wieder gefahrlos möglich sind, solle es diese natürlich wieder geben.

Die Tüten, 100 wurden von den beiden Pastoren für die drei Kirchengemeinden zum Auftakt gepackt, können von Interessierten diesen Sonntag zum ersten Mal aus den Kirchen abgeholt werden. In den Gotteshäusern gilt Maskenpflicht. „Wir wollen die Leute damit auch nach draußen locken und einen Spaziergang mit etwas Erbaulichem kombinieren“, sagt Julia Koll. Wer aber nicht mehr mobil ist oder sein Haus aus anderen Gründen nicht verlassen kann, muss nicht auf die Gottesdienste in Tüten verzichten, sondern kann sich an die Gemeindebüros wenden. Diese organisieren dann die Lieferung der Tüten. „Oder man schnappt sich einfach eine Tüte für den Nachbarn“, sagt Julia Koll.

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