Die Verwaltung ist am Zug

Bienenbüttel: Gemeinde soll Vorschläge für Zukunft der Bücherei erarbeiten

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In der Bienenbütteler Gemeindebücherei finden regelmäßig Veranstaltungen für Kinder statt. Vorschläge für die Zukunft der Einrichtung arbeitet jetzt die Verwaltung aus.

Bienenbüttel – Die in der Grundschule Bienenbüttel untergebrachte Gemeindebücherei ist ein Sorgenkind der Kommunalpolitik.

Merlin Franke, Bürgermeister von Bienenbüttel

Vor allem die fehlende Abwesenheits- und Urlaubsvertretung und die damit einhergehenden unsicheren Öffnungszeiten sind von der Politik als Problem erkannt wurden. Daher haben Grüne und auch Kommunalpolitische Alternative (KA) zwei Anträge eingebracht, die dieses Problem angehen sollen. Der Verwaltungsausschuss der Gemeinde hat sich laut Bürgermeister Merlin Franke jetzt darauf verständigt, die Anträge der beiden Fraktionen zunächst zurückzustellen.

„Es wurde beschlossen, es zunächst der Verwaltung zu überlassen, eine Lösung zu finden“, erklärt Franke auf Nachfrage der AZ. Man habe sich zum Ziel gesetzt, noch im August aber spätestens im September die Politik mit entsprechenden Vorschlägen und Zahlen zu versorgen. Für diesen Zeitraum seien die beiden Anträge der Grünen-Fraktion und der KA-Fraktion jetzt auch zurückgestellt wurden.

Die Grünen hatten in ihrem Antrag die sofortige Anstellung einer Aushilfskraft auf 450-Euro-Basis gefordert, um die Öffnungszeiten der Bücherei wieder garantieren zu können. Mittel sollten dafür aus dem laufenden Haushalt bestritten werden und die Einstellung zum frühestmöglichen Zeitpunkt erfolgen.

Der KA-Antrag hingegen schlägt vor, für den kommenden Haushalt 2020 Geld für eine Vertretungskraft vorzusehen. Zudem sollen Verwaltung und Politik sofort Kontakt zu ehrenamtlichen Personen aufnehmen, um abzuklären, ob diese bereit wären, für eine Aufwandsentschädigung ehrenamtlich während der Öffnungszeiten in der Bücherei zu arbeiten. „Ganz wichtig ist es, zumindest bis auf Weiteres, verlässliche Öffnungszeiten zu gestalten“, heißt es in dem Antrag.

Als weiterer Punkt soll dem dieses Jahr gegründeten Förderverein der Bücherei (AZ berichtete) die Möglichkeit eingeräumt werden, die Räumlichkeiten der Bücherei auch während der Schließzeiten regelmäßig zu betreten und zu nutzen.

Außerdem soll laut KA-Antrag noch einmal die Gebührensatzung kritisch in den Blick genommen werden. Dazu sollen die Sätze auch mit denen anderer Büchereien vergleichbarer Größe aus der Region herangezogen werden.

VON LARS LOHMANN

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