Im April beginnt die Vorvermarktungsphase für schnelles Internet

Schnelles Internet: In Bienenbüttel geht es los

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Im Landkreis Uelzen sollen innerhalb von drei Jahren 8600 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden.

Bienenbüttel/Landkreis. Schnelles Internet, davon können sehr viele Menschen im Landkreis Uelzen nur träumen. Fast 19.000 von insgesamt 42.000 Haushalten gelten mit Geschwindigkeiten von unter 30 Mbit pro Sekunde als unterversorgt. Das soll sich jetzt ändern.

Der Ausbau der Breitbandversorgung ist in elf aufeinander folgende Cluster aufgeteilt. Gestartet wird in der Gemeinde Bienenbüttel.

Im April beginnt dort die Vorvermarktung, teilt Kreis-Sprecher Martin Theine mit. „Wenn im ersten Cluster Bienenbüttel innerhalb von drei Monaten nach Beginn der Vorvermarktungsphase mindestens 60 Prozent der unterversorgten Haushalte einen Vorvertrag unterzeichnen, dauert es zirka neun Monate , bis das gesamte Cluster versorgt ist“, kündigt Theine an. In einzelnen Bienenbütteler Ortsteilen können die Bewohner womöglich noch in diesem Jahr mit 50 und mehr Mbit durchs Internet surfen. Beauftragt ist das Lüneburger Unternehmen Lünecom, das für das Netz eine Pacht zahlen wird.

Voraussetzung sind etwa 8600 Kilometer Glasfaserkabel, die der Landkreis ab 2016 in dreijähriger Bauzeit verlegen lassen will. Soweit ist es aber noch nicht, wie der Sprecher auf AZ-Nachfrage einräumt: „Zunächst müssen Genehmigungs- und Ausführungsplanung erfolgen.“ Die Beauftragung eines Ingenieurbüros stehe aber kurz bevor.

Bereits ans schnelle Internet angeschlossen sind nach Theines Auskunft die Ortszentren und der Raum Dreilingen-Wichtenbeck, der mit Hilfe entsprechender Zuschüsse durch das Telekommunikationsunternehmen Komnexx mit Glasfaserkabeln versorgt wird.

In Bienenbüttel hat die Lünecom bereits in einem Treffen am Dienstag voriger Woche die Ortsvorsteher informiert. Bürgermeister Dr. Merlin Franke ist froh, dass es jetzt los geht: „Ich glaube, dass hier ein Stück Geschichte geschrieben wird, was schnelles Internet und Lebensqualität angeht.“ Unternehmen und Privatleute seien auf diese Verbindung zur Außenwelt angewiesen.

Den Bürgern rät er, selbst wenn sie keinen Bedarf haben, sich zu informieren, weil der Internetanschluss heute ebenso zum Wert eines Hauses beitrage wie Wasser- und Gasanschluss.

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