Birgit Bothe hofft auf schnellen Fortgang der Arbeiten

Bienenbüttel: Baustopp an Ilmenauhalle trifft Caterer hart

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In den Sommerferien übernahm Birgit Bothe die Versorgung der Ferienkinder, die in der Ilmenauhalle betreut wurden. Sie blickt in eine ungewisse Zukunft.

Bienenbüttel – Birgit Bothe blickt in eine ungewisse Zukunft. Seit Anfang April ist das Spielfeld der Ilmenauhalle, in der die 52-Jährige ihr Café und Bistro hat, geschlossen.

Großveranstaltungen wie die Hundeausstellung, der KGS-Schulabschluss oder das Karate-Sommerlager, bei denen das Bistro sonst die Bewirtung übernimmt, fielen aus. Ob die Hobby- und Künstlerausstellung im Oktober in der Halle stattfinden kann, ist unklar. Und überhaupt weiß Birgit Bothe nicht, was wird, wenn ein neues Mehrzweckzentrum gebaut und die Ilmenauhalle vielleicht abgerissen wird.

Birgit und Günther Bothe beklagen zudem einen Rückgang an Kundschaft, „denn viele denken, wir haben wegen des Baustopps geschlossen“. Wie berichtet, war der Baustopp vom Landkreis Uelzen verhängt worden, weil die Bauarbeiten an der Hallendecke einer Genehmigung bedurft hätten. Dafür wäre ein Bauantrag nötig gewesen, den die Gemeinde Bienenbüttel kürzlich nachgereicht hat. Nun wartet man auf grünes Licht vom Landkreis, damit die Reparaturen weitergehen können, die wegen Wasserschäden in der Decke nötig geworden waren (AZ berichtete). Zwei bis drei Wochen sollen sie dauern und nach Angaben von Bürgermeister Dr. Merlin Franke etwa 45.000 Euro kosten.

„Der Bürgermeister kümmert sich sehr, dass es hier schnell weitergeht“, betont Birgit Bothe im AZ-Gespräch. Wie sie, warten neben anderen auch die Handballer darauf, dass die Bauarbeiten schnell wieder starten. Sie trainieren nun den Sommer über im Freien und hoffen, dass sie im Herbst wieder in die Ilmenauhalle können, sagte Andreas Howe, Vorsitzender des TSV Bienenbüttel.

An die etwas fernere Zukunft mögen Birgit und Günther Bothe noch gar nicht denken. Sie wissen, dass die Gemeinde ein neues Mehrzweckzentrum bauen will. Ob es darin ein Catering wie in der 1974 eingeweihten Ilmenauhalle geben wird, ist unklar. 175.000 Euro hat die Gemeinde für dieses Jahr in den Haushalt eingestellt und bekommt weitere 733.000 Euro aus dem Förderprogramm „Kleine Städte und Gemeinden“. Der Landkreis Uelzen will den Neubau zudem mit einer Million Euro unterstützen und hat diese Summe bereits in seinem Haushalt verbucht. Das neue Mehrzweckzentrum soll die alte Ilmenauhalle ersetzen, die dann sehr wahrscheinlich abgerissen wird. Die Bothes hoffen, dass die Arbeiten bald weitergehen und die Ilmenauhalle möglichst schnell wieder komplett zur Verfügung steht und alle dort geplanten Veranstaltungen auch laufen können.

VON ULRIKE MEINEKE

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