Schaden von über 20 000 Euro im Kreis Uelzen / Zwei Tatverdächtige ermittelt

Betrug: Benzin getankt für 20.000 Euro

+
(Symbolfoto)

Ebstorf/Altenmedingen/Landkreis. Tankbetrügerei im großen Stil haben die Polizei Bad Bevensen und die Kripo Uelzen aufgedeckt.

Dabei haben die beiden mutmaßlichen Haupttäter laut Polizei eine gestohlene Genossenschafts-Tankkarte in über 100 Fällen an Tankstellen in Ebstorf, Bienenbüttel und Altenmedingen genutzt. „Wir gehen davon aus, dass der durch die Betrüger verursachte Schaden bei über 20 000 Euro liegt“, sagte Polizeioberkommissar Peter Bunge von der Kripo Uelzen gestern. Als Verdächtige hat die Polizei einen 27-Jährigen aus dem Raum Bevensen und einen 28-Jährigen aus Lüneburg ermittelt.

Der Fall begann mit einer bösen Überraschung für eine junge Frau aus dem Bevenser Raum. Als sie auf ihre Tankrechnung schaute, bemerkte sie ein Minus im fünfstelligen Bereich. Sie ließ ihre Tankkarte von der Vereinigte Saatzuchten Ebstorf-Rosche eG sperren und erstattete Anzeige. Laut Polizei war ihre Karte zwischen dem 17. und dem 20. Dezember samt PIN unbemerkt gestohlen worden. Ab dem 20. Dezember bis zum 10. Januar sei sie dann von den jetzt ermittelten Männern an verschiedenen Tankstellen der Genossenschaft genutzt worden, und das mit verschiedenen Fahrzeugen. So beschreibt es Kai Richter, Pressesprecher der Polizeiinspektion Lüneburg.

Bei den Ermittlungen durchsuchten die Beamten aus Uelzen und Bad Bevensen Wohnungen, Autos und eine Werkstatt im Raum Bevensen, Lüneburg und Embsen. Den 27-Jährigen nahmen sie am 11. Januar fest. Das Amtsgericht erließ einen Haftbefehl. Die Ermittlungen gegen den 28-Jährigen dauern an. Er wurde vernommen, das Strafverfahren läuft. Bei ihm gebe es aber keine Haftgründe, teilte die Polizei mit.

Bei ihren Tankaktionen ließen die Männer laut Richter auch andere zum Zuge kommen. „Unter Aufsicht der Männer konnten so weitere Personen für ,kleines Geld’ ihre Fahrzeuge betanken.“ Unter anderem erklärt Richter so den hohen Tankbetrag. Zwar wurde auch Kraftstoff in Kanistern sichergestellt, aber „im Gegensatz zur Gesamtmenge ist das ein Tropfen auf den heißen Stein“.

Richter geht davon aus, dass sich einige derjenigen, die ebenfalls ihre Fahrzeuge betankt haben und gegen die wegen Hehlerei ermittelt werde, freiwillig bei der Polizei melden werden, um positiv auf ein mögliches Strafverfahren einzuwirken. Einzelne Personen seien schon ermittelt worden. „Wir werden auf diverse weitere kommen“, ist Richter überzeugt. Weitere Details will er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen. Er erklärt aber, dass die Auswertung von Geräten wie etwa Handys sowie die Vernehmungen laufen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare