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Betriebserlaubnis für „Notfall-Kita“ in Grünhagen wird vorerst verlängert

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Von: Jannis Wiepcke

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Kinder toben mit Erzieher in der DRK-Kita Grünhagen
Im Grünhagener Dorfgemeinschaftshaus werden zurzeit zehn Kinder betreut. Draußen gibt es für sie zusätzlich einen 780 Quadratmeter großen Spielplatz zum Toben. © DRK

 Im Grünhagener Dorfgemeinschaftshaus werden zurzeit übergangsweise Kinder betreut. Die Betriebserlaubnis für die „Notfall-Kita“ wird laut dem DRK bis über die Jahreshälfte des kommenden Jahres hinaus verlängert. 

Grünhagen - Seit Anfang Februar dieses Jahres ist das Dorfgemeinschaftshaus in Grünhagen in der Regel nur noch von außen als solches zu erkennen. Im Inneren vernimmt man als Besucher nicht die Gespräche der Ortsbewohner, sondern fröhliches Kinderlachen und Füßegetrappel. Der Grund: Weil in Bienenbüttel nicht genügend Betreuungsplätze vorhanden waren, wurde die Lokalität übergangsweise für ein Jahr in eine „Notfall-Kita“ umgewandelt. Wie DRK-Sprecherin Meike Karolat der AZ bestätigt hat, wird die Betriebserlaubnis dafür nun bis zum 31. Juli 2023 verlängert.

Zukünftig anfallende Kapazitäten sollen durch eine Weiterentwicklung oder den Neubau einer Kindertagesstätte in Bienenbüttel abgefedert werden. Bis über die Jahreshälfte hinaus wird Grünhagen aber um einige „Bewohner“ reicher bleiben: „Zurzeit werden im Dorfgemeinschaftshaus zehn Kinder betreut“, weiß die Sprecherin zu berichten. Gestartet war das Betreuungsangebot im Februar mit acht Kindern. Durch die „Blitzgruppe“ ergeben sich im Gemeindehaushalt des kommenden Jahres Mehrkosten in Höhe von rund 130 000 Euro.

Rückblick: Eine weitere Betreuungsmöglichkeit für Kinder war im Jahr 2021 notwendig geworden, da die vorhandenen Plätze in der Einheitsgemeinde nicht mehr ausreichend waren. Viele Eltern ließen ihre Kinder aufgrund der Corona-Pandemie ein Jahr länger im Kindergarten. Als Alternative zur Unterbringung hatte die Gemeinde zunächst Container angedacht, deren Anschaffung sich aber schnell als zu kostenintensiv herausstellte. Die Dorfgemeinschaft sprang ein. Ortsvorsteher Andreas Feige signalisierte, dass die Grünhagener ihre Räumlichkeiten gerne zur Verfügung stellen würden, um der Gemeinde etwas zurückzugeben.

Nach einer gemeinsamen Begehung war den Verantwortlichen dann schnell klar gewesen, dass die Räume mit relativ wenig Aufwand für die Kinder hergerichtet werden können. Außerdem gibt es in Grünhagen einen 780 Quadratmeter großen Spielplatz mit Spiel- und Veranstaltungswiese – also jede Menge Platz zum Toben. Eine Einbauküche ist vorhanden, Toilette und Waschbecken sind durch mobile Podeste leicht erreichbar.

Die Kinder haben es folglich nicht eilig damit, wieder aus dem Dorfgemeinschaftshaus auszuziehen – und auch die Dorfgemeinschaft hat sich mit der ungewohnten

Situation arrangiert. Wenn die Grünhagener mal eine Veranstaltung in der Räumlichkeit durchführen wollen, reichen ein paar Handgriffe aus, um aus der Kita wieder ein Dorfgemeinschaftshaus zu machen.

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