Vier Studenten der Universität Lüneburg müssen ins Krankenhaus eingeliefert werden

Beim „Vorglühen“ K.o.-Tropfen verpasst?

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Polizeieinsatz an der Leuphana-Universität Lüneburg (Archivfoto): Ermittler versuchen nun zu klären, was auf der Studentenparty genau geschah.

dpa Lüneburg. Bei einer Studentenparty in Lüneburg könnten mehrere Studenten Opfer von sogenannten K. o. -Tropfen geworden sein. Zwei Frauen hätten deshalb bislang Anzeige erstattet, sagte ein Polizeisprecher am Montag.

Die beiden hätten über einen stundenlangen Filmriss geklagt. Möglicherweise sei die Droge beim gemeinsamen „Vorglühen“ im Studentenwohnheim in den Getränken gelandet.

Während der Party in der Nacht vom 13. auf den 14. Januar gab es mehrere Rettungseinsätze, berichtete die Lüneburger Landeszeitung. So seien vier Männer und eine Frau ins Klinikum gebracht worden. Bei einer Patientin soll es Hinweise auf Betäubungsmittel oder andere Stimulanzien gegeben haben, sie musste nach Angaben einer Ärztin intensiv-medizinisch betreut werden.

Die auch Liquid Ecstasy genannten K.o.-Tropfen gelten als unberechenbar. Darin enthaltene Stoffe wie Gammabutyrolacton (GBL) können als Droge stimulieren oder die Aktivitäten des Gehirns und des zentralen Nervensystems verlangsamen. Der Stoff ist deshalb auch als Vergewaltigungsdroge bekannt. Die geschmacklosen Tropfen können auf Partys leicht ins Getränk gemixt werden, warnt die Polizei regelmäßig. Opfer würden dann vergewaltigt oder ausgeraubt. Eine Überdosierung kann lebensbedrohlich werden.

Der Vorfall in der Uni blieb offenbar kein Einzelfall. Die Polizei meldete ein ähnliches Delikt von einer Party in der Lüneburger Ritterakademie am Graalwall. Seite 2

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