Beete für die Ortsdurchfahrt

Begrünung soll in Varendorf für Verkehrsberuhigung sorgen

+
Der oft zu schnell fahrende Durchgangsverkehr auf der Ortsdurchfahrt in Varendorf ist vielen Bewohnern schon lange ein Dorn im Auge. Die Pläne zur Dorferneuerung sollen Abhilfe schaffen.

Varendorf – 2020 hätte das Jahr sein sollen, in dem Varendorf die Dorferneuerung endlich starten sollte. Gescheitert ist es letztlich an der unsicheren Finanzierung.

Fördermittel seien zwar beim zuständigen Amt für regionale Landesentwicklung in Lüneburg beantragt, so Varendorfs Ortsvorsteherin Renate Niemann, auf die Genehmigung musste man jedoch lange warten.

Dabei liegen die Pläne zur Verkehrsberuhigung in den Schubladen bereit – geplant wurde schon seit Jahren. Unter anderem ist laut Niemann eine optische Verschmälerung der über sieben Meter breiten Ortsdurchfahrt geplant, indem zwischen dem Asphalt der Fahrbahn und dem Bürgersteig Beete angelegt werden.

Renate Niemann, Ortsvorsteherin Varendorf.

„Man kann die Kinder nicht auf den Bürgersteig schicken, weil die Autos so furchtbar schnell durchfahren“, beklagte die Ortsvorsteherin schon 2018 (AZ berichtete). Dem soll mit der Begrünung entgegengewirkt werden. Dafür soll der Asphalt bis zum Erdreich abgetragen werden, damit Pflanzen gut wachsen können. Der Anfang hierfür ist immerhin getan: Schon Jahre zuvor hatten die Varendorfer in Eigeninitiative ein Stück der Straße bepflanzt.

Eine weitere Maßnahme sind Verschwenkungen an beiden Ortseingängen, also aus Richtung Natendorf und Rieste. Hier soll jeweils eine kleine Insel entstehen, sodass der einfließende Verkehr eine Kurve nehmen und somit die Geschwindigkeit drosseln muss.

Auch der Rückbau der Bushaltestellen soll laut Niemann verkehrsberuhigend wirken. Stattdessen wird ein Buskap gebaut, wodurch die Busse statt in einer Bucht auf der Straße halten. „Das kommt uns sehr entgegen“, bewertet Niemann diese Maßnahme.

Des Weiteren soll der Bürgersteig erneuert werden, und auch die über 40 Jahre alten Straßenlaternen sollen mit LED-Lampen ausgestattet werden. „Man muss immer das Klima im Auge haben“, sagt Niemann.

Insgesamt blickt die Ortsvorsteherin positiv auf die beschlossenen Pläne: „Man kann das immer noch toppen, aber das ist schon gut so. Wir sind zufrieden“, so Niemann.

Möglich sind diese Maßnahmen, da der Förderzeitraum für in 2020 ausgewählte Vorhaben vonseiten des Amts für Landesentwicklung bis Ende 2021 verlängert wurde. Renate Niemann schätzt, dass die Bauarbeiten dadurch 2021 beginnen könnten – vorausgesetzt, den Anträgen wird zugestimmt.

VON DANIEL BIELING

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare